Rosenburg nach Steinegg


Vom Bahnhof Rosenburg marschieren wir los in Richtung Landgasthof Mann und dort links über die Taffa und über die Fussgängerbrücke über den Kamp. Wir sehen schon die Rosenburg über dem Kamp thronen. Auf dem Weg zur Rosenburg erreichen wir die Graselhöhle. Ihr Name stammt von dem Waldviertler Räuberhauptmann Georg Grasel, der sich hier einmal versteckt haben soll. Grasel wurde 1815 bei Horn festgenommen und in Wien bei der Rossauer Lände öffentlich aufgehängt. Eine ältere Bezeichnung der 102 Meter langen Graselhöhle ist Zwerglloch, was wohl auf die zahlreichen niedrigen Engstellen zurückzuführen ist.


über die Graselhöhle zur Rosenburg...


... und weiter zum alten Krafthaus am Umlaufberg


Bald sehen wir die Mauern des Renaissanceschlosses Rosenburg durch die Bäume glänzen. Wir kommen an der Schlosstaverne und dem Haupteingang der Rosenburg vorbei. Hinter dem Parkplatz überqueren wir den Spielplatz des Erlebnisparks. Zwischen den Bäumen befindet sich ein Kletterpark und eine 3D Bogenschießanlage. Der Wegmarkierung nach geht es durch den Wald an den Kamp hinab. Anfangs ziehen riesige Ameisenstraßen längs sowie quer des Weges vorbei. Bald tauchen am linken Hang immer mehr Felsbrocken auf und wir sehen rechts schon den Kamp fließen. Schließlich erreichen wir das alte Wasserkraftwerk am Umlaufberg. Neben dem Krafthaus von 1907 strömt Wasser aus dem Tunnel am Berg zu einer Rechenanlage, die sich mit lautem Getöse in Bewegung setzt. Die EVN möchte das alte Industriedenkmal abreißen und daneben ein neues Kampkraftwerk errichten. Dagegen gibt es Proteste von Umweltschutzorganisationen, siehe z.B. lebendiger-kamp.at. Wir wandern links nach dem Kraftwerk hinauf (Wegmarkierung: Bründlleitenweg). Nach kurzem Aufstieg am Hals des Umlaufbergs eröffnen sich uns herrliche Ausblicke auf das Kamptal. Wir sehen die große Kraftwerksschleuse am Umlauf und hinterm Umlaufberg erkennen wir Stift Altenburg.


wir sehen Stift Altenburg


beim Hängenden Stein am Elendsgraben


Wir wandern weiter und kommen zum Elendgraben. Rechts steht ein hoher Felsen, der Hängende Stein. Wir wandern links vom Elendgraben bergauf und kommen auf die Bründlleiten Höhe. Auf dem Bründlleitensteig geht es hoch über dem Kamp an steilen und aussichtsreichen Felsen vorbei. Plötzlich ein lautes Rascheln und eine Ringelnatter schlängelt sich vorbei. Es ist nicht die erste oder letzte Schlange, der wir heute am Wanderweg begegnen. Wir folgen der roten Markierung in Richtung Steinegg. Der Weg führt bald auf einer breiteren Forsttraße weiter. Nach der Gabelung bei Wanzenau geht es hinunter und über den Kotbach (wir trinken das Wasser besser nicht). Etwas weiter erreichen wir eine große Wiese und mit einem Wegkreuz kommt endlich eine Bank. Bald stehen wir vor der Brücke bei Steinegg. Hier steht eine schöne Marienstatue im Felsen. Jenseits der Kampbrücke liegt das Gasthaus Dunkler neben hohen Kastanienbäumen am Kampufer. Leider hat es derzeit wegen Bauarbeiten nicht geöffnet.


von der Bründlleitenhöhe hinunter zum Kotbachgraben


bei Steinegg


Hinter dem Gasthaus in Steinegg führt der rot markierte Wanderweg 620 auf einem Stieg an einer Wiese entlang zum Wald. Wir folgen dem Pfad hinauf bis zu einem breiten Forstweg "in der Sulz". Von nun an ist unser Weg durch gelbe Wegweiser gekennzeichnet. Diesen folgen wir durch das Jagdgebiet mit vielen Hochsitzen und Futterhütten in Richtung Ödes Schloss. An einer Abzweigung geht es hinauf zum Öden Schloss. Beim Aufstieg sehen wir schon die alten Mauern und Gräben der ehemaligen Burg Tursenstein, die im Jahre 1396 zerstört wurde. Oben angekommen sind um einen wilden Lagerplatz herum nur wenige Mauern erhalten. Hier vom Gipfel des Öden Schlosses haben wir einen wunderbaren Ausblick auf den Kamp, der sich unter uns im Umlauf schlängelt. Ein paar Eidechsen huschen zwischen den Felsen herum. Unterhalb am Kampufer stehen die Ruinen vom sogenannten Froschhof, dem Wirtschaftshof der Burgruine Tursenstein. Plötzlich beginnt es zu regnen. Es ist nur ein kurzer Frühsommerregen, der uns angenehm etwas Abkühlung verschafft nach den Anstrengung der bisherigen Wanderung. Wir wandern zurück zur Abzweigung und folgen von nun an der Markierung nach Rosenburg. Zunächst geht es runter an den Kamp, und auf dem Wanderpfad etwas oberhalb des Flusses um den Umlaufberg herum.


Ödes Schloss


am Umlauf im Kamptal


Bald kommen wir direkt ans Wasser. Wenn der Kamp Hochwasser führt, ist dieser Weg nicht zu empfehlen. Es sind noch fast keine Gelsen unterwegs, so verweilen wir länger am Flußufer. Weiter geht's und über den Försterbach hinüber. Hier tauchen alte Mauern neben dem Weg auf. Es sind Teile der alten Tiergartenmauer des Stiftes Altenburg, die auf den nächsten Kilometern immer wieder neben dem Wanderweg zu sehen sein werden. Der Weg führt nun zwischen felsigem Gelände direkt am Kampufer weiter. Wir kommen an einer Stelle mit mehreren Ruinen vorbei. Diese gehören vermutlich zum alten Tiergarten des Stiftes Altenburg. Stallungen? Die Umrisse eines Gebäudes deuten auf eine Kapelle hin. Nächste Station unserer Wanderung ist die alte Zienner Mühle (auch: Rauscher-Mühle, nach dem Müller). Sie liegt nur einen Sprung vom alten Krafthaus entfernt, das wir hier über eine Fussgängerbrücke erreichen könnten. Wir aber folgen der gelben Wegmarkierung auf der asphaltierten Straße nach Rosenburg. Nach der Sparholz Mühle geht es auf dem Gehsteig weiter, zwischen Straße und Kamp entlang. In der Kurve ragt über dem Kamptal die Rosenburg hervor. Bald sehen wir das Gasthaus Mann und kommen zum Bahnhof Rosenburg. Es wird dies nicht unser letzter Besuch im Kamptal sein.


am Kamp


von der Rauschermühle geht es nach Rosenburg

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