Herbstmorgen am Marchfeldkanal


An einem kühlen Herbsttag im Oktober machen wir uns auf den Weg zum Marchfeldkanal. Es ist kurz vor acht Uhr morgens, als wir die Straßen von Deutsch-Wagram durchqueren. Allmählich kehrt in dem 8.800 Einwohner-Ort Ruhe ein. Nur vereinzelt kommen uns noch Schüler entgegen, die eilig in Richtung Schule rennen. Über der ganzen Gegend liegt ein dichter Nebel und es weht ein frischer Wind. Am Marchfeldkanal angekommen genießen wir die Stille der Natur. Man hört nur das rascheln der Laubblätter als wir den Weg entlang marschieren und kurz darauf auch das aufgeregte Schnattern dreier Gänse am Wegrand, die uns neugierig beobachten.


An dem Brückengeländer hängen einige Spinnennetze. Sie sehen alle sehr auffällig aus, denn der Morgentau an den Netzen sieht so aus als hätten die Spinnen ihre Netze mit vielen Perlen verziert. Nach ein paar Minuten kommen wir zu einem kleinen Steg, der zum Wasser führt. Hier haben wir einen ausgezeichneten Blick auf den Marchfeldkanal. Wir setzen uns kurz an den Steg und beobachten etwas das vorbeifließende Wasser umgeben von den bunten Herbstbäumen, die ihre Blätter nach und nach verlieren und darüber der dichte Morgennebel. Herrlich! In diesem Augenblick vergessen wir die ganze Alltagshektik und genießen die vom Wasser ausstrahlende Ruhe. Langsam lässt der Nebel etwas nach als wir unseren Weg am Marchfeldkanal fortsetzen und die Natur an den Herbsttagen weiter erkunden. Das war ein schöner romantischer Herbstspaziergang im Morgennebel.

Kaskögerlweg Poppendorf


Wir wollen von Bad Gleichenberg in der Oststeiermark zum Kaskögerlweg nach Poppendorf wandern, also quasi vom Steirischen Thermenland ins Steirische Vulkanland vordringen. Durch Bad Gleichenberg gehen wir zum Hohe Warte Weg hinauf und zweigen auf den Waldweg ("Herzspur") Nr. 22 nach Wiesenthal ab. Gleich bei den ersten Häusern hinter dem Waldstück steht das Taferlkreuz, bei dem wir links auf dem Gehweg weiter gehen. Ein großer Hirschkäfer kreuzt unseren Weg. Unten am Trautmannsdorfer Bach blicken wir auf den Kirchenberg von Trautmannsdorf. Wir marschieren an der Kirche von Trautmannsdorf vorbei und begegnen einer schönen Siamkatze. An der Hauptstraße folgen wir dem Radweg nach rechts. Bei der Abzweigung nach Liergl (Wegkreuz) folgen wir dem "Kunst- und Kraftweg" über Felder und vorbei an ein paar Höfen. Unten im Tal geht es in den Wald, wo wir am Grubbach entlang und durch den Wald bei Kühgraben (Wanderweg "Handspur") an die Straße kommen, die wir überqueren. Nach kurzer Rast geht es zu den Getreidefeldern nach Poppendorfberg. Wir kommen hinunter nach Poppendorf und wandern vorbei an Gemeindeamt und Kapelle. Wo der Pitzelgraben Weg abzweigt wandern wir am Poppendorfer Bach weiter.


Wir sind jetzt auf dem Kaskögerlweg. Das Kaskögerl ist ein uralter Vulkan, den wir heute noch durchwandern werden. Hinter einer Brücke über den Bach blicken wir auf den Hügel beim Hof wo es Hütters Bauernschmankerl geben soll. Die Rindviecher von denen die Schmankerl herkommen grasen alle noch fröhlich auf der Weide - wer weniger frisst lebt länger. Wir kommen an einem Waldstück zum Schloßweg und biegen oben beim Gut auf den Schlosstavernenweg ein. Auf der Wiese vor dem Schloss Poppendorf ist gerade ein Fotograf mit einem Hochzeitspaar am werken. Wir betreten das Gebäude aus dem 17. Jahrhundert und kommen in die Schlosstaverne, wo einige ältere Männer beim Bier sitzen. Es wird viel geraucht. Wir fragen nach einem Nichtraucherplatz und dürfen im Nebensaal Platz nehmen. Der Raum ist schon für eine Beerdigungsfeier hergerichtet worden. Auf einer Anrichte steht das Bild der Verstorbenen, Friedhofskerzen und Partenzettel liegen bereit. Zwischen den fremden Trauergestecken sitzen wir nun mit Eis und Getränk, die Tochter schläft im Kinderwagen.


Dann geht es weiter auf dem Kaskögerlweg. Im Wald hinauf und am Waldrand bei Ebersdorf entlang. Wir kommen an einer Bienenzucht vorbei, wo in einer Hütte Honigprodukte und Getränke gekauft werden können. Dann führt der Weg durch Weinberge und Obstgärten und beim Ausschank vom Obstbau Haas vorbei. Schließlich erreichen wir den Kaskögerl Krater. In der Kraterwand sehen wir verschiedene Steinlagen. Vor Millionen von Jahren war hier ein subtropisches Meer. Heißes Magma stieg aus den inneren Schichten der Erde auf und riß beim Durchbruch Stücke der Meeresablagerungen mit sich. Der graue Meeresboden fiel mit den schwarzen Basaltsteinen wieder zu Boden. An den Steinschichten die vom Holzsteg aus zu sehen sind, sind die verschiedenen Vulkanausbrüche zu erkennen.


Der Weg führt nun etwas steil im Wald hinab. Unten, nahe Gnas, ist der Wanderweg von einem großen umgestürzten Baum versperrt. Wir müssen durch ein Maisfeld ausweichen. Ein Rad vom Kinderwagen fällt ab, die Stimmung ist nicht mehr besonders gut. Wir erreichen das Landgasthaus Binderhansl. Endlich was zu essen. Danach beschließen wir, zu Fuß zurück zu gehen und begeben uns auf den noch weiten Marsch über Katzendorf und Trautmannsdorf zurück zu unserer Herberge am Kurpark in Bad Gleichenberg.



Durch Merkendorf und Bairisch Kölldorf


Eine längere Wanderung beginnt in Bad Gleichenberg. Wir wandern mit dem Kinderwagen durch den Kurpark von Bad Gleichenberg und überqueren die Radkersburger Straße. Wir folgen der Trautmannsdorfer Straße entlang vom Gleichenberger Radweg R45 und blicken auf die Lindenkapelle auf dem Hügel. Von der Gnaser Straße biegen wir links ab und kommen vorbei am Reiterhof und der Schottergrube Waldsberg zur Kapelle Waldsberg, wo wir einen Stempel für den Bad Gleichenberger Wanderpass bekommen. Vorbei an der Alten Kapelle und dem Fischteich in Waldsberg kommen wir auf dem Weg Nr. 64 über die Felder zum Sportplatz von Merkendorf. Nach der Alten Tiefkühlanlage geht es rechts und bei einem kleinen Laden mit Buffet in den Ort. Nach der Kapelle in Merkendorf geht es weiter geradeaus und beim Feuerwehrweg links zur Bundesstraße, wo wir bei der Bäckerei Ertl etwas essen. Nun wandern wir zurück zum Mitterfeldweg und gehen in Richtung Steinbach zur Gutmann Kapelle. Auf dem Grünwaldweg kommen wir vorbei am Ulblkreuz und gehen weiter in den oberen Ortsteil von Steinbach. Auf dem 3-Kogel-Weg kommen wir vorbei an Ganglkreuz und Totenkopfkreuz. Wir zweigen auf dem Wanderpfad Nr. 35 ab und kommen durch ein Waldstück nach Bairisch Kölldorf. Mitten im Ort steht das größte Feuerwehrauto der Welt. Bei der Dorfkapelle in Bairisch Kölldorf folgen wir dem Weg geradeaus und kommen vorbei am Campingplatz zur Marxkapelle, nahe Pichla. Nun wandern wir nach Steinriegel-Absetz. Wir kommen am Kurfürstkreuz vorbei und gehen hinter dem Absetzer Kreuz zwischen einem Abbruchhaus und einer Stromverteilerstation in den Wald auf den Eichgrabenweg. Wir wandern durch die Schlucht am Eichgraben und kommen beim Enziansteg vorbei, wo der Bad Gleichenberger Walderlebnispfad abzweigt. Wir gehen geradeaus weiter und kommen beim Ferienhaus Eichgrabenkeller vorbei. Vorbei an der Kirche kommen wir zurück zum Bad Gleichenberger Kurpark.


In Bairisch Kölldorf steht das größte Feuerwehrauto der Welt.

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