Über Hornsburg zum Heiligen Berg


Unsere Fahrradtour beginnt in Wolkersdorf im Weinviertel. Vorbei am Sommerbad und dem Sportplatz fahren wir über die Autobahnbrücke in Richtung Ulrichskirchen. Nach der Kläranlage halten wir uns rechts und fahren zwischen Schlosswald und Pferdehof zu Coopers Saloon. Wir überqueren die Straße und fahren auf dem Radweg Eurovelo Nr. 9 weiter nach Schleinbach. Hier geht es oberhalb des ehemaligen Ziegelwerks nach Unterolberndorf. Der Radweg führt uns nun vorbei an der Luisenmühle in den Kreutwald hinein. Rechts vom Kreutberg führt die Route durch den Wald nach Hornsburg hinauf. Nach ein paar Fischteichen erreichen wir den Ort. Hornsburg ist bekannt für seine prächtigen Blumenanpflanzungen und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet. Durch die Kellergasse kommen wir auf den Kreuzberg. Vorbei an Kürbisfeldern fahren wir zum Waldrand und weiter zur Waldandacht. Wir folgen der Route 23b links am Hundsberg entlang durch den Wald. Auf einem abfallenden Schotterweg kommen wir zur Bahnunterführung und aus dem Wald. Wir sehen schon unser Nächstes Ziel, die Kirche am Heiligen Berg. Die Wallfahrtskirche am Heiligen Berg wurde 1178 das erste mal urkundlich erwähnt und ist somit eine der Ältesten Wallfahrtskirchen Niederösterreichs. Wir kommen auf den Hügel hinauf zur Kirche. Auf dem Vorplatz stehen einige schattige Bänke unter hohen Kastanienbäumen. Weiter geht's zum Marienbründl, das bei einer Kapelle auf der anderen Seite unterhalb des Radwegs plätschert. Wir kommen nach Hautzendorf und fahren auf dem Weinrieden-Radweg unterhalb von "Am Hirschen" nach Schleinbach und nach Wolkersdorf zurück.

Mit dem Rad von Deutsch Wagram nach Pillichsdorf


Mit dem Fahrrad geht es am von Deutsch-Wagram hinter dem Gebäude der Marchfeldkanalverwaltung los. Wir überqueren beim Zusammenfluß von Rußbach und Marchfeldkanal die Straße und fahren links weiter über die Felder. Bald tauchen links und rechts die riesigen Windräder auf. Wir radeln um einen großen Fischteich herum und kommen an ein Wegkreuz bei Pillichsdorf. Hier lohnt sich ein Abstecher nach links zum alten Tumulus. Der Tumulus ist ein künstlich angelegter Grabhügel aus der Hallstattzeit (um 650 v. Chr.). Bei Grabungen wurden hier Stücke von Grabbeigraben, wie altes Geschirr oder Urnen, gefunden. Die barocken Steinfiguren der Hl. Maria und des Hl. Johannes auf dem heutigen Kalvarienberg stammen von 1733 und waren Teil einer Kreuzigungsgruppe in der Pillichsdorfer Kirche. Die Statuen sind aus Zogelsdorfer Kalksandstein und waren mehrfärbig in Öl gefasst. 2013 wurden sie restauriert. Im Juli 1908 tobte die blutige Schlacht bei Wagram zwischen den Truppen Kaiser Napoleons von Frankreich und den österreichischen unter Erzherzog Karl in der Ebene zwischen der Lobau und Deutsch-Wagram. Über 300000 Soldaten kämpften, mehr als 12000 starben. Die Niederlage der Österreicher beendete den 5. Koalitionskrieg. In dieser Zeit soll Kaiser Franz I. den Verlauf der Schalcht mit Hilfe eines Teleskops vom Pillichsdorfer Tumulus aus beobachtet haben. Die Föhrenwälder südlich der Ortschaft existierten damals noch nicht. Sie wurden erst um 1890 angelegt, um die Flugsandbildung zu verringern. So hatte der Kaiser freie Sicht.
Nun geht es nach Pillichsdorf zurück. Am Ortsrand befindet sich ein schöner Rastplatz am Dampfross-Drahtesel-Radweg. Diesem Radweg folgen wir nun nach Großengersdorf. Bei der schönen Pfarrkirche von Großengersdorf biegen wir rechts ab und kommen zur Maria-Lourdeskapelle beim Sportplatz. Am Rußbach entlang geht es nun nach Deutsch-Wagram zurück.

Am Rußbach bei Deutsch Wagram


Ein netter Nachmittagsspaziergang führt uns mit dem Kinderwagen ein Stück am Marchfeldkanalradweg bei Deutsch Wagram entlang bis zu den Gebäuden der Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal. Hier steht am Ufer des Kanals ein großer Fisch aus Schrott-Bauteilen, und eine Napoleonfigur. Infotafeln erzählen von Napoleon und der Schlacht am Wagram. Unter der Bahnunterführung hindurch kommen wir an ein Stauwehr, wo der Rußbach in den Marchfeldkanal fließt. Schlammig braunes Wasser aus dem Rußbach mischt sich hier mit dem blauen Donauwasser des Kanals. Wir überqueren die Straße und wandern auf dem Feldweg um ein Waldstück herum, bis wir an den Rußbach Damm kommen. Hier entdecken wir viele heimische Tiere. Der Weizen steht in sommerlicher Pracht. Auf dem Forstweg am Fischteich vorbei kommen wir zurück an den Marchfeldkanal. Gegenüber eines Bauernhofs baden Gänse im Kanal. Beim Billa biegen wir ab, und kommen an der Kirche und den Schulen von Deutsch Wagram vorbei ins Ortszentrum.