Buch Tipp: Wanderlust Österreich: 300 Traumpfade für Gipfelstürmer und Flachlandentdecker

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In die Stopfenreuther Au


Bei frühlingshaftem Wetter Anfang März fahren wir nach Stopfenreuth und parken beim Spielplatz neben dem Damm. Vorbei am geschlossenen Gasthaus – ein neuer Pächter wird gesucht – folgen wir zunächst dem Dammweg. Links am Hang blühen tausende Schneeglöckchen und verwandeln den Damm in ein weißes Band.
Bald orientieren wir uns an den Wegweisern der Stopfenreuther Donaurunde und gehen in den Nationalpark Donau-Auen hinein. Nachdem wir den Damm überquert haben, stehen wir jedoch vor einem Gitter: Schilder informieren, dass der Wanderpfad der Donaurunde wegen Bauarbeiten bis nächstes Jahr gesperrt ist.
Also ändern wir spontan die Route und folgen dem Donauradweg auf dem Damm. Zwischen den Steinen krabbelt ein schwarzer Käfer – und bald entdecken wir noch mehrere davon. Es handelt sich um seltene, schwarzblau schimmernde Schwarzblauer Ölkäfer, deren Abwehrsekret stark giftig ist.
Hinter einer Hochwasser-Messlatte führen Stufen zwischen den Schneeglöckchen hinunter. Am Waldrand entlang erreichen wir schließlich die Uferstraße. Von hier gehen wir weiter Richtung Donau. Bald steht rechts ein Kriegerdenkmal, links ein hoher Stein mit den Hochwasserständen der Rekordjahre.
Kurz darauf erreichen wir den Stopfenreuther Altarm, wo auch eine Bootsrutsche zum Wasser hinunterführt. Einige Autos stehen weiter vorne am Straßenrand. Wir kommen zur Au-Terrasse und steigen auf die Aussichtsplattform.
Hier schrieb die Landschaft Geschichte: In dieser Gegend fand 1984 die Besetzung der Stopfenreuther Au statt – ein Protest gegen das geplante Donaukraftwerk Hainburg. Die Aktion führte schließlich zum Stopp des Projekts und gilt als Meilenstein der österreichischen Umweltbewegung.
Wir gehen noch ans Donauufer. Von hier blicken wir auf die Hainburgbrücke, auf die drei Hainburger Berge und hinüber nach Bad Deutsch-Altenburg. Ein paar Steine fliegen ins Wasser, dann machen wir uns auf den Rückweg und gehen auf der Uferstraße gemütlich zurück zum Auto.

Donaurunde Eckartsau im März


An diesem sonnigen ersten März fahren wir nach Eckartsau. Wir parken beim Fußballplatz und gehen in den Schlosspark. Rund um die Bäume blühen überall Schneeglöckchen. Wir verweilen am Spielplatz neben dem Schloss und spazieren danach durch den Schlosspark. Das Haus des Baumes und dahinter die Fischzuchtteiche sind noch relativ neue Attraktionen hier. Über die lange Holzbrücke und bei der Steinbrücke links kommen wir aus dem Park und direkt hinein in den Nationalpark Donau-Auen.
Die Donaurunde ist ein schöner, ca. 8 km langer Rundweg. Los geht’s, zunächst vorbei am Holzigel und über den Hochwasserschutzdamm, auf dem der Donauradweg zwischen der Brücke bei Hainburg und der Wiener Lobau geführt wird. Dann geradeaus in den Wald hinein; rechts hängen hochgezogene alte Abwurfstangen zwischen den Bäumen. Bei einem Schilfgürtel geht es rechts weiter. Dann erreichen wir die große Wiese. Hinten stehen einzelne riesige Bäume, und es geht wieder in den Wald hinein.
Da liegt ein mächtiger Baum vor uns auf dem Weg, und wir müssen ihn auf einem schmalen Pfad zwischen tausenden Schneeglöckchen hindurch umrunden. Wir erreichen die Wiese mit den Holzpflöcken. Dann geht es bei der Abzweigung rechts ins Unterholz in Richtung Donau. Im Wald liegen grüne, von Moos komplett überzogene Baumstämme. Dann ist alles voll mit grauem Donauschlamm vom letzten Hochwasser.
Wir erreichen den Treppelweg und gehen am Donauufer rechts weiter. Die vielen Halbinseln, die man hier sonst betreten kann, sind alle von der Donau überspült. Viel Schmelzwasser anscheinend – hat es doch noch vor sieben Tagen kräftig bei uns geschneit. Dann führt uns der blaue Weg weiter auf der Donaurunde nach rechts und über Wiesen in den Auwald hinein. Wir erreichen den Ort „Hier ruht die Jagd“.
Dann geht es über den Damm und auf der anderen Seite zunächst nach rechts zu den Tieren. Die Rinder stehen gerade alle an der gefüllten Futterkrippe versammelt. Am Gatter und am Waldrand entlang geht es weiter, bis ich den Pausenplatz beim alten Stamm am Hauptweg erreiche. Dahinter liegt die große Weide mit den schottischen Hochlandrindern, die fröhlich mit ihrem Nachwuchs grasen.
Wir wandern zurück zum Schloss Eckartsau. Es ist später am Nachmittag, und die Schneeglöckchen haben ihre Blüten schon geschlossen. Es wird kälter, und wir fahren nach Hause.