Durch den Silberwald nach Gänserndorf


In Deutsch Wagram breche ich auf und wandere über die Haydngasse zur Grillranch. Dort überquere ich die Angerer-Straße und komme vorbei am Sportplatz in den Wagramer Wald. Diesen durchquere ich, immer geradeaus, bis ich vor der Blumenwiese am Gelände des ehemaligen Flughafens von Straßhof stehe. Dieser deutsche Militärflughafen ist eigentlich nie richtig in Betrieb gegangen, damals wurde noch auf den nahem Startbahnen von Seyring abgehoben. Und dann war Kriegsende. Heute noch sind rings um das Gelände im Silberwald bei Straßhof und auch in Richtung Wagram zahlreiche Bunkerreste und Ruinen zu sehen, Zeugen der damaligen Bautätigkeit.


Ich erreiche den Gewerbe- und Industriepark Wien Nord Ost und gehe weiter am Waldrand auf der Wildgansgasse. Ein dicker Käfer krabbelt vorüber. Ab der Querstraße geht es weiter auf Pfaden quer durch den Wald. Ich komme südlich vom Natascha Kampusch Haus am Friedhof an. Hier beginnt der Sanddünenweg, dem ich nun bis Gänserndorf folgen werde. Ein paar hundert Meter nach dem Friedhof erreiche ich das schöne Naturfreunde Biotop. Die Goldfische und Wildbienen sind etwas mehr geworden seit meinem letzten Besuch hier, auch die Schlange scheint gewachsen zu sein. Ich überquere die Gänserndorfer Straße und sehe bald schon das neue Riesenwindrad, das hier in den letzten Monaten mitten im Wald errichtet wurde. Für dieses Windrad wurde eine Fläche von ca. 2 Fußballplätzen gerodet, ein mehrere Meter tiefer und ca. 10 m breiter Sockel aus Stahlbeton wurde errichtet. Auf der Webseite NichtZuhause.at gibt es Bilder von der Baustelle. Noch 600 solche Bauwerke und man spart sich ein mittelgroßes Kernkraftwerk, aber tötet ein paar Millionen Vögel, sofern es dann überhaupt noch welche gibt in den Windkraftregionen. Aber wir sind hier eine Wanderpage und deshalb laufe ich weiter und setze mich auf die Bank an der Kreuzung mit dem Weg zum Gut Siehdichfür.


Hier ist nun etwas mehr los, und ich begegne zahlreichen Joggern, Radfahrern und Leuten mit Hund. Nach dem Gutshof komme ich an das Waldstück bei Gänserndorf-Süd. Hier ist ein neuer Erlebnispfad für Familien mit Kindern errichtet worden. Es gibt Stationen mit interessanten Quizfragen (Auflösung jeweils an der nächsten Station) und viel Spiel und Spass wird geboten. Gleich am Wegrand steht ein lustiges Tier-Schwingkegel Spiel. Aus weiterer Entfernung hat das Teil noch wie ein Galgen ausgesehen. Praktisch, ein Warnschild mit Brut- und Setzzeit an einer gemütlichen Bank. Da setz ich mich doch gleich. Dann gehe ich weiter, raus aus dem Wald, und an der kleinen Siedlungsstraße entlang, dem Siehdichfürweg. Immer geradeaus, erreiche ich den neuen Radweg an der Siebenbrunner Straße. Ich treffe einen älteren Herrn der sein kaputtes Rad schieben muß. Bei der Unterführung biege ich ab und folge dem Weg zur Schießstätte. Bald höre ich es auch schon knallen. Einige Autos sind heute hier unterwegs, als ich links abbiege und auf dem Baumschulweg, vorbei an der Hubertuskapelle, in Richtung Gänserndorf marschiere. Sonnenblumen in der Abendsonne links und rechts des Weges - sehr schöne Abschlußbilder. Am Bahnhof wartet schon der Zug. Zum Glück entscheide ich mich für den Fahrscheinkauf, denn in Straßhof steigen gleich 3 Kontrolleure zu.

Radtour nach Groß Schweinbarth


Zu Mittag breche ich in Deutsch Wagram mit dem Fahrrad auf. Zunächst geht es durch Helmahof und um den Golfplatz herum. Durch den Wald und dann links erreiche ich die kleine Straße nach Großengersdorf. Beim Pfad mit den Bildern am Baum biege ich ab und komme zur Madonna de Lourdes Kapelle, dem Wallfahrtsort neben dem Sportplatz von Großengersdorf. Auf der Straße fahre ich in den Ort, gerdeaus und vorbei an der Kirche Maria Himmelfahrt zur Hauptstraße. Links komme ich zur Abzeigung auf die Großengersdorfer Kellergasse. Immer geradeaus geht es nun, auch beim großen Kreuz unter dem großen Baum noch geradeaus. Dann folge ich den Schildern des Wolkersdorfer Wanderpuzzles in Richtung "Bockfließ Bahnhof". Natürlich fahre ich nicht zum Bahnhof, an dem auch garkein Zug mehr hält, sondern fahre im Ort die obere Bockfließer Kellergasse hinauf.


Inzwischen sind dunkle Wolken aufgezogen und ein paar Pensionisten machen sich hurtig auf den Weg nach Hause. Ich natürlich nicht, und bald erreiche ich die Mauser Kapelle. Ich fahre über die wolkenbedeckten Felder und stehe vor der Zillinger Kapelle am Freiberg. Diese Kapelle ist dem Heiligen Peregrin geweiht, der im Traum von Jesus von einem Krebsgeschwür am Bein geheilt wurde und als Patron für Fuß- und Krebsleiden verehrt wird. Rechts entlang komme ich in die Kellergasse von Bockfließ und fahre durch den Hohlweg hinauf zum Wasserbehälter. Am Rastplatz gönne ich mir eine Pause und schaue hinauf zum Franzosenkreuz am Franzosensprung. Weiter geht's nun, vorbei an etlichen Ölbohrstellen, den Radwegmarkierungen folgend durch die Weinberge nach Auersthal. Im Ort fahre links durch das Wohngebiet und umrunde Teich und Sportplatz. Beim Mayrhofer Kreuz neben der Marienkapelle von Auersthal fahre ich rechts hinauf. Vorbei an einem Hof erreiche ich die Kreuzung mit dem Kaiser Marterl, wo ich recht abbiege. Blöderweise zeigt ein weißer Pfeil auf einen Weg links hinunter, dem ich fröhlich folge. Es geht in den Hochleithenwald hinein, immer tiefer und tiefer. Dann stehe ich vor einem versperrten Gatter und muß umdrehen. Beim weißen Pfeil also diesmal weiter geradeaus und ich folge den Radwegmarkierungen nach Groß Schweinbarth.


In Groß Schweinbarth angekommen, besichtige ich ein paar alte Gebäude im Ort und den Bahnhof, an dem seit letztem Dezember kein Zug mehr Halt macht. Der Radweg nach Matzen führt nun entlang der Bahngleise. Diese sind teilweise schon mit hohen Grasbüscheln bedeckt. Hinter einer kleinen ehemaligen Haltestelle (Raggendorf Bahnhof) wechsle ich auf den Weg an der anderen Bahnseite. Nun folge ich den Schildern der "Energietour". Am Wegesrand steht auf einer großen von einer Hecke umgebenen Wiese eine Hubertuskapelle. Ich kreuze eine kleine Straße und fahre die Anhöhe rechts hinauf. Oben kann ich gemütlich mit Rückenwind herunterrollen bis Reyersdorf. Dort fahre ich recht bei dem alten Ziegelofen vorbei und überquere die derzeit wegen Bauarbeiten gesperrte Auersthaler Straße. Nun folge ich dem Radweg in Richtung Kieswerk, biege dann aber ab zum Roten Kreuz. Kurz vor Bockfließ fahre ich links über die Felder zum Silberwald und fahre weiter nach Helmahof. Dort in Richtung Bahnhaltestelle. Auf dem Radweg an der Bahn entlang, und durch die Unterführung zu den Tieren der Grillranch, komme ich zurück nach Deutsch Wagram.

Mit dem Kinderwagen von Stillfried nach Angern


Mit dem Zug fahren wir nach Stillfried an der March. Wie bei jeder Zugfahrt tritt das Phänomen auf, das mindestens eine Person im Waggon keine Coronamaske aufgesetzt hat "tschuldigung vergessen". Angekommen in Stillfried gibt es erstmal eine ordentliche Portion Sonnencreme drauf, dann rollen wir mit dem Kinderwagen vorbei am Stillfrieder Hof und dem Urzeitgeschichtlichen Museum durch den Ort. Wir umrunden zunächst die historische Wallburg und kommen in den Ort Grub an der March. Wo mitten auf der Straße eine Kapelle mit Feuerwehrsirene steht, biegen wir links ein. Auf dem Kirchenweg geht es hinauf und bei einem Garten mit allerlei Tieren vorbei. Bald sehen wir die lange gelbe Rutsche vom schönen Waldspielplatz. Hier verweilen wir länger und blicken auch von dem hölzernen Aussichtsturm hinunter auf die Umgebung.


Dann geht es auf dem Urgeschichtlichen Wanderweg die schöne schattige Allee hinauf zur alten Wehrkirche St. Georg. Nun kommen wir durch die Kellergassen und zum Ortsende, wo es entlang einer heute nicht von Autos befahrenen Straße weiter geht. Bald sehen wir schon die Rochuskapelle. Wir biegen links auf einen Feldweg ein und kommen nach einem Sonnenblumenfeld auf den Weg an einem Waldstück, in dem viele einzelne Stühle unter Bäumen aufgestellt sind. Es geht etwas hinauf auf den Rochusberg. Oben blicken wir über ein Kornfeld hinweg auf die andere Seite der Marchauen, wo die Kleinen Karpaten zu sehen sind. Vorbei am Rastplatz mit dem hölzernen Pavillon erreichen wir die Rochuskapelle. Dann geht es am Rande des Kellerbergs hinunter und beim großen Heurigen links hinein. Wir schlängeln uns zwischen zwei Weinkellern hindurch und finden hinter den Büschen den schönen Kinderspielplatz am Rochusberg. Hier wird eine längere Pause eingelegt. Dann geht es vorbei an einem gemauerten Pavillon und durch den Torbogen verlassen wir den Rochusberg.


Unterhalb vom Rochusberg bei Mannersdorf an der March befinden sich an einem Rastplatz eine Brücke und ein Mühlrad an einem schönen künstlichen Wasserlauf mit Brunnen und Teich. Der berüchtigten Kellerkatze ist hier ein Denkmal gesetzt. Das Wasser aus der Trinkflasche meiner Tochter schmeckt nicht mehr und wir bekommen bei netten Leuten in einem Garten frisches Wasser. Weiter geht's, vorbei an der Maria Hilf Kapelle, Gasthaus und Friedhof und über die Bahnbrücke weiter nach Mannersdorf runter. Wir gehen links in Richtung Kirche, diese umrunden wir und kommen hinter dem Kindergarten auf das Gelände an der Alten March. Am Ufer des Gewässers steht ein großer Forstwagen mit einem Bienenhaus. Wir umrunden das Altwasser und halten uns nach dem Baum mit der Aufschrift links. Um ein Sonnenblumenfeld herum geht es nun zum Marchdamm, wo der Hauptwanderweg weiterführt. Wir folgen dem Weg rechts entlang zur March. Bald erreichen wir die Marchfähre. Rund um die Imbissstation tummeln sich viele Leute. Uns fällt auf, das einige Leute nicht grüßen können - die Erklärung liefert das mit W beginnende Kennzeichen ihrer Autos. Nun wandern wir direkt in Richtung Angern und überqueren die Hauptstraße. Hier können wir uns an einem Springbrunnen und einem Trinkbrunnen erfrischen und abkühlen. Dann geht es an der Pizzeria und dem Gasthaus Janak vorbei zum Bahnhof Angern.