Hochleithen Radtour


Ausgehend von Deutsch Wagram fahre ich mit dem Fahrrad los. Über Helmahof geht es auf dem Radweg vorbei am Golfplatz und vielen Windrädern über die Felder des Marchfeldes nach Groß Engersdorf. Bei der Lourdes Kapelle am Waldrand, wo am nebenliegenden Sportplatz gerade ein Fußballspiel läuft, raste ich. Dann geht es weiter in den Ort. In der schönen Pfarrkirche von Groß Engersdorf wurde meine Tochter getauft. Der Dampfross Drahtesel Radweg führt mich nach Bockfließ. Bei der Dreifaltigkeitssäule, die 1729 vom Grafen Hans Adam von Abensperg und Traun in Erfüllung eines Gelübdes für die Errettung vor der Pest errichtet wurde, biege ich links ein. Nun befinde ich mich beim Schloß Bockfließ, wo vor kurzem ein fürchterlicher Familienmord mit 3 Leichen geschehen ist. In der nebenliegenden Schloßtaverne tummeln sich viele Leute im Gastgarten. Hier hatte ein Freund noch bis kurz vor den Morden als Koch gearbeitet. Nun schiebe ich mein Rad die Kellergasse hinauf. Als ich um die Ecke biege, spielt sofort die örtliche Musikkapelle auf. Naja, es ist ja auch Kellergassenfest in Bockfließ. Auf den Heurigenbänken tummeln sich die Leute bei Käskrainern, Bratwürschtln und gutem Weinviertler Wein und so. Ich schiebe mein Fahrrad fröhlich hinauf. Links und rechts türmen sich nun die hohen und hier auch geschichtsträchtigen Lößhohlwände auf. Bald erreiche ich die Kreuzung mit dem Wasserspeicher. Dahinter steht ein Rastplatz mit einer OMV Infotafel zum schwarzen Gold des Weinviertels. Hier stelle ich mein Rad ab. Über die Georg Döltl Stiege auf der anderen Seite der Straße kommen ich zum Franzosensprung.


Wo das Kreuz steht, am Ende der Hauptkellergasse, dort wo der Hohlweg am steilsten und tiefsten ist, stürzten am Tag nach der Schlacht am Wagram im Jahre 1809 ein österreichischer und ein französischer Husar mit ihren Pferden in den Tod. Die Tochter des österreichischen Soldaten ließ beide nebeneinander auf der Hochleithen begraben. Es wird heute noch, nach über 200 Jahren, von einer Frau in weißen Gewändern berichtet, welche die beiden Gräber immer zum Jahrestag am 7. Juli mit frischen Blumen schmückt. Von der Aussichtswarte am Franzosensprung blicke ich hinüber nach Auersthal und zu den vielen Ölpumpen und Öltanks. Ich fahre mit dem Fahrrad weiter, links am Wasserbehälter hinauf zum Eisernen Kreuz. Nun geht es auf der Hochleithen weiter, oberhalb der Weinberge und neben dem Hochleithenwald entlang. An einer Weggabelung stehen die Gräber der zuvor schon erwähnten Weißen Frau von Bockfließ. Über den Forstweg geht es nun ein Stück durch den Wald, hinauf und schließlich zum Schranken. Ich folge dem Weg links und fahre die Kirschenallee nach Pillichsdorf hinunter. Gleich nach dem Ortsschild beginnt die Pillichsdorfer Kellergasse. An der Gabelung folge ich dem linken Weg, der weniger Kopfsteinpflaster Anteile aufweist als der rechte. Unten an der Straße fahre ich heute nicht nach links zum Schurl Wirt, sondern rechts weiter. Um aber gleich in der Kurve wieder links abzubiegen und dem Weg zur Kirche zu folgen. Nun geht's auf dem Radweg geradeaus, beim Wegkreuz links, lang geradeaus und vorbei am Rußbachhof. Über den Feldweg rechts der Landstraße erreiche ich den Marchfeldkanal. Auf dem Marchfeldkanalradweg fahre ich zurück nach Deutsch Wagram.

Die Wasserspiele von Hellbrunn


Die Wasserspiele bei Schloss Hellbrunn in Salzburg muß man gesehen haben. Hier sind zahlreiche Grotten, Brunnen, Figuren, Teichanlagen und Wasserautomaten. Figuren die sich im Mechanischen Theater durch die Kraft des Wassers bewegen. Die Anlage wurde bereits im Barock angelegt, um Besucher mit den Wasserspielen zu erfreuen. Gleich zu Beginn der Führung nehmen Besucher am Fürstentisch, einem großen Steintisch, Platz. Plötzlich schießen aus versteckten Öffnungen Wasserstrahlen auf die Besucher. Die Wasserautomaten zeigen mit bewegenden Figuren Handwerksberufe aus vergangenen Zeiten. In den Grotten fließt Wasser aus den Mäulern von seltsamen Wesen und Skulpturen. In der Kronengrotte fliegt eine goldene Krone durch Wasserstrahlen in die Luft. Immer wieder werden Besucher durch plötzlich einsetzende Wasserstahlen überrascht. Nichts für Leute die es gern trocken mögen.


Ruinengrotte und Vogelsanggrotte


Kronengrotte


Wasserautomaten


Im Mechanischen Theater bewegen sich die Figuren zu Mozarts Musik aus Orgelpfeifen (alles Wasserkraft).

Auf dem Kapuzinerberg zum Franziskischlössl


Über dem rechten Ufer der Salzach ragt der Kapuzinerberg empor. Auf dem Stefan-Zweig-Weg wandern wir von der Altstadt hinauf auf den Kapuzinerberg (636 m). Wir kommen am Paschingerschlössl vorbei, wo einst Stefan Zweig lebte. Am Aussichtspunkt, der Kanzel, vor dem Kapuzinerkloster blicken wir über die Stadt Salzburg und hinüber zum Mönchsberg und zur Festung Salzburg. Über den Basteiweg wandern wir bis zur alten Befestigungsmauer. Den steilen Stufen können wir mit dem Kinderwagen nicht folgen, also geht's kurz zurück und auf dem Hauptweg weiter zur Stadtaussicht, von wo wir einen tollen Blick auf die Festung haben. Durch den Wald geht es weiter zum Franziskischlössl. Das Franziskischlössl ist eigentlich ein Wehrbau, der 1626 auf einer exponierten Stelle beim Gipfel des Kapuzinerberges als kleine Festung errichtet wurde. Das kleine Schloss ist dem heiligen Franz von Assisi geweiht. Der heutige Gastgarten bildete eine unangreifbare Plattform für Artilleriestellungen, die über das östliche Salzachtal herrschte. Das Franziskischlössl steht am Ende der 1,6 km langen Stadtmauer von der Hettwer-Bastei hierher. Nun wandern wir zurück in die Altstadt.