Buch Tipp: Wanderlust Österreich: 300 Traumpfade für Gipfelstürmer und Flachlandentdecker

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Vom Kobenzl nach Neuwaldegg


Mit dem Stadtbus fahre ich hinauf zum Wiener Kobenzl. Von dort geht es gleich auf den Wanderweg, dem ich zunächst nach links bergauf folge. Hinter einer großen Wiese biege ich in Richtung des Wasserbehälters am Latisberg ab und wandere weiter durch den Wald bis zum Roten Kreuz.
Anschließend führt der Weg geradeaus weiter durch den Wald zum Gasthaus Agnesbrünnl. Über einen asphaltierten Abschnitt gelange ich zu der großen Wiese zwischen dem Fischerhaus und dem „Grüass di a Gott“-Wirt. Hinter dem Gasthaus setze ich meinen Weg auf einem Wanderpfad durch den Wienerwald fort.
Beim Dreimarkstein halte ich mich rechts und folge der Höhenstraße, bis ich die Zwei-Gehängten-Brücke erreiche und überquere. Danach geht es wieder durch den Wald hinunter zur Kapelle Maria Einsiedeln.
Durch eine Siedlung und über eine Wiese gelange ich schließlich in den Dorotheer Wald. Dort führt mich ein besonders schöner Weg entlang des Kräuterbachs in Richtung Neuwaldegg, wo ich bei der Chinesischen Botschaft wieder auf befestigtes Gebiet treffe. Entlang der Neuwaldegger Straße erreiche ich schließlich die Straßenbahnstation.

Alle Wege im Nationalpark bei Orth


In Orth an der Donau parken wir vor dem Schulzentrum und gehen über den Jägergrund, vorbei am Gasthaus Binder und dem Sportplatz, in den Nationalpark Donauauen hinein. Hier sind wir sofort umzingelt von scheinbar unendlich vielen Schneeglöckchen. Auch duftet es nach Bärlauch. Die verschiedenen Rundwege sind sehr gut beschildert, wir folgen zunächst dem Orther Schritteweg (große Aurunde). An der mächtigen Bildeiche rasten wir kurz. Wir drehen eine Runde durch die obere Au und erreichen wieder die Bildeiche. Diesmal wandern wir auf der Auwiese geradeaus weiter in Richtung Marchfelddamm. Auf dem Hochwasserdamm verläuft der Donauradweg. Auf der anderen Seite des Damms führt ein Pfad über eine Wiese ans Ufer eines Altarms. Dort entlang folgen wir dem Pfad, bis wir schließlich im Wald die Orther Donaurunde kreuzen. Hier biegen wir rechts ab und kommen beim Donauufer am Uferhaus raus. Hier steht auch die alte Schiffsmühle. Wir folgen dem Treppelweg am Donauufer entlang und kommen vorbei an der Fähre zu den Orther Inseln. An den Bäumen sind hier und da frische Fraßspuren von Bibern. Dann folgen wir der Wegmarkierung der Donaurunde in den Auwald hinein und wandern auf märchenhaften Pfaden weiter durch den Schneeglöckchenwald. Wir kreuzen wieder den Weg an der Traverse und halten uns rechts in Richtung Orth, wobei wir wieder den Damm überqueren. Eine Holzbrücke führt uns über den Fadenbach. Über eine große Wiese blicken wir auf Schloss Orth. Auf dem Weg am Waldrand entlang erreichen wir wieder den Jägergrund und kommen nach Orth zurück.

Zur Ruine Türkensturz


Am Bahnhof Seebenstein brechen wir zu unserer Wanderung auf und kommen vorbei an der Pizzeria in den Ort. Durch das Bragança-Gasserl, das um 1900 eigens für den Kirchgang der portugiesischen Königsfamilie der Haus Braganza angelegt wurde, gelangen wir zur Schulallee und weiter zum Bahnweg. Beim kleinen Greißler besorgen wir uns noch eine Jause für unterwegs.
Über die Hauptstraße gehen wir zum Schlossweg. Am Waldrand marschieren wir geradeaus an der Infotafel des Waldlehrpfades vorbei und folgen dem Weg in den Wald hinein. Die Steigung ist hier angenehm und gleichmäßig, während uns der Mischwald aus Buchen, Eichen und Föhren begleitet.
An einer Weggabelung steht eine große Holzhütte mit mehreren Informationstafeln, auf denen Sagen und Geschichten aus der Region erzählt werden. Rechts führt ein Pfad hinauf zur Ruine Türkensturz. Dabei handelt es sich um eine künstliche Ruine, die im 19. Jahrhundert unter den Fürsten von Liechtenstein als romantisches Aussichtsbauwerk angelegt wurde. Der Sage nach soll hier während der Türkenkriege ein mutiges einheimisches Mädchen ihre Verfolger mit List auf die Felsen gelockt haben, sodass diese in die Tiefe stürzten – daher der dramatische Name. Von hier oben eröffnet sich ein schöner Blick über die sanften Hügel der Buckligen Welt.
Anschließend kehren wir zum Hauptweg zurück und folgen nun der oberen Route durch den dichten Wald in Richtung der imposanten Burg Seebenstein. Die hoch über dem Ort auf einem markanten Felsen thronende Burg zählt zu den ältesten und eindrucksvollsten Höhenburgen Niederösterreichs. Ihre Ursprünge reichen vermutlich bis ins 11. Jahrhundert zurück. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach erweitert und umgebaut und gehörte verschiedenen Adelsgeschlechtern. Besonders prägend war später der Besitz durch die Fürsten von Liechtenstein, die die Anlage im 19. Jahrhundert romantisch umgestalteten. Die mächtige Ringmauer, der Bergfried und die terrassenförmig angelegten Innenhöfe geben noch heute einen guten Eindruck von der einstigen Wehrhaftigkeit der Burg. Aufgrund ihrer Lage bietet sie zudem beeindruckende Ausblicke über das Pittental und die Vorberge der Buckligen Welt. Heute befindet sich die Anlage in Privatbesitz und ist nur von außen bzw. bei besonderen Anlässen zugänglich.
Wir wandern durch den unteren Torbogen der Burganlage weiter. Bald erreichen wir die Templerhöhle. Die etwa zehn Meter tiefe Höhle liegt etwas oberhalb des Weges in der Felswand. Einer lokalen Sage zufolge versteckte sich hier einst eine kleine Schar von Tempelrittern, nachdem der Templerorden im frühen 14. Jahrhundert aufgelöst worden war. Der Legende nach wurden sie schließlich von den Bewohnern von Seebenstein entdeckt und besiegt.
Wir halten uns anschließend links und erreichen wieder den Waldlehrpfad, der uns durch den schattigen Wald zurück nach Seebenstein führt.