Am Fadensteig auf den Schneeberg


Neben dem Parkplatz der Sesselbahn-Talstation in Losenheim wandern wir los, aus dem Pfad hinauf zu "Am Faden". Nach ca. 45 Minuten kommen wir auf der Wiese beim Almreserl Haus raus. Einige junge Stiere grasen auf den Weiden. Auf der Forststraße gehen wir links vor zur Abzweigung bei der Edelweißhütte. Vor uns sehen wir unser nächstes Ziel: die Fadenwände am Schneeberg. Der Fadensteig führt zunächst durch Nadelwald hinauf, der bald in felsiges und etwas steiles Gelände übergeht. Hier oben weht uns ein recht frischer Seitenwind entgegen. An diesem schönen Sommertag sind mehrere Leute auf dem Fadensteig unterwegs. Die gelb-weiße Markierung führt uns auf dem Felsensteig weiter. Bald geht es in Serpentinen durch ein Geröllfeld bergan. An der Fadenwand sind schwierige Abschnitte des Steiges durch Stahlseile zum Anhalten gesichert. Der als nur für Geübte gekennzeichnete Weg steigt steil an, hat aber nirgends wirklich gefährliche Abhänge. Beim Blick in Richtung Tal erkennen wir die Mamauwiese vor der herausragenden Schoberspitze. Unterhalb des Lochs im Fels erreichen wir nach einer letzten Klettereinlage das Hochplateau des Schneebergs. Der Weg führt nun durch Latschen und Grasland langsam weiter hinauf. Ein Schild verkündet die Gehzeit zur Fischerhütte: 45 Minuten. Sehr übertrieben, wie sich herausstellt. Wir erreichen die Fischerhütte am Kaiserstein ziemlich genau 3 Stunden nach Beginn des Aufstiegs bei Losenheim. Vor der Hütte wird gerade mit einem Bagger eine Terasse für den Ansturm der Hauptsaison geebnet. Auf dem Kammweg wandern wir hinüber zum Klosterwappen. Hier, am höchsten Punkt von Niederösterreich, steht auf 2076 m eine Radarstation des österreichischen Bundesheeres. Unterhalb des Gipfelkreuzes verspeisen wir unsere Jause an einer windgeschützten Stelle. Vor uns liegt die Hochebene des Schneebergs. Vorbei am Damböck Haus schlängelt sich der Touristenpfad, der von der Zahnradbahn-Bergstation um den Waxriegel (1888 m) herum und hinauf zur Fischerhütte und dem Doppelgipfel des Schneebergs führt. Rechter Hand sehen wir weit über das Raxplateau hinweg.


das Almreserlhaus am Faden und die Edelweißhütte vor den Fadenwänden


Fadensteig


Aufstieg zum Hochschneeberg über den Fadensteig


Die Fischerhütte an der Schneeberg Hochebene.


Für unseren Abstieg vom Schneeberg wählen wir die Route über den Schauerstein. Ausgehend von der Fischerhütte geht es grün markiert sanft bergab. Entlang des Weges blüht hier und da der Enzian. In einer Mulde mit einem Schneefleck entdecken wir eine Gämse im Geröll. Bald führt der Weg durch Latschen hindurch weiter. Unterhalb des Wurzen Grabens zu unserer Linken erkennen wir die Heinrich Krempl Rettungshütte. Wir erreichen die Wegkreuzung am Fleischer Gedenkstein. Hier folgen wir dem Pfad nach rechts und kommen durch den Märchenwald am Ochsenboden. An der Gabelung steht ein Holzunterstand mit einem Rettungsschlitten. Wir folgen der Forststraße rechts hinunter. Am Fadenweg kommen wir beim Denkmal der beiden im Dienste ermordeten Hoyos-Sprinzenstein'schen Jäger vorbei. Rechts von uns liegen die Fadenwände. Wieder entdecken wir eine Gams. Ein Pfad zweigt rechts ab und nach kurzem Anstieg kommen wir oberhalb des Maißkogels vorbei. Bald erreichen wir die Sparbacher Hütte, die heute geschlossen hat. Wir gönnen uns nun das Bier auf der Edelweißhütte und wandern danach hinuter zum Parkplatz.


Route über den Schauerstein


Ausblick am Schauerstein


Fleischer Gedenkstein - am Ochsenboden


auf dem Fadenweg ...


... zur Edelweißhütte.

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