Thermenradweg bei Gumpoldskirchen



Der Thermenradweg führt am Wiener Neustädter Kanal entlang durch das Industriegebiet von Gumpoldskirchen. Richtung Guntramsdorf steht diese alte halb verfallene Fabrik. Aus einem baufälligen Turm wachsen Bäume. Auf dem stillgelegte Areal wohnen Ausländer. Etwas moderner zeigt sich hier die Firma Klinger, mit einem kleinen Wasserkraftwerk am Kanal und ihrem eigenen Park. Richtung Traiskirchen fährt der Radfahrer an den Gebäuden der Novomatic vorbei, deren Turm in der Nacht hässlich blau beleuchtet ist. Entlang des Radweges stehen einige Obstbäume, im Sommer laden Fahrradheurige zu Erfrischungen ein. Im Fluss tummeln sich viele Enten, Fische und Schlangen.


Am Mödlingbach



Der Mödlingbach fließt von seiner Quelle am Winkelberg im Wienerwald durchs Gemeindegebiet Mödling und mündet hinter Achau in die Schwechat. Andere Bezeichnungen für den Mödlingbach sind Mödling, Mödlinger Wildbach oder Nonnenbach. Zuflüsse des Mödlingbaches sind der Marbach, der Sparbach, der Wiener Neustädter Kanal (bei Biedermannsdorf) und nicht zuletzt das permanent aus der Seegrotte in der Hinterbrühl abgepumpte Grundwasser. In der Vergangenheit siedelten sich entlang des Mödlingbaches Handwerksbetriebe an, die Wasserkraft für Mühlen oder Wasser für Textilbearbeitung brauchten. In der Stadt Mödling ist der Mödlingbach stark eingemauert, in der Fussgängerzone sind Markierungen der Hochwasserstände zu sehen. Ein seltsames Fischsterben im Mödlingbach warf um 1994 in Mödling Rätsel auf. Heute gibt es nach und nach Ansätze für eine Revitalisierung des Mödlingbaches und Verbreiterung des Flussbettes. Am Mödlingbach entlang führt ein schöner Fuss- und Radweg, beginnend kurz vorm Bahnhof Mödling über die Bachgasse bis nach Biedermannsdorf. Dort führt der Radweg am Bach weiter am Golfplatz vorbei, bis zum Ortsbeginn von Achau.



Weinlehrpfad bei Wolkersdorf



An den Wegen des Wolkersdorfer Wanderpuzzles finden sich hier und da Hinweistafeln mit Lehrreichem über den Weinbau im Weinviertel. Immer in der kalten Jahreszeit werden die Weinreben zurückgeschnitten, um Ertrag und Qualität der Trauben zu steigern. Ferner werden Jungtriebe und Austriebe vom Stamm weggebrochen. Nachdem der Wein geblüht hat werden Blätter entfernt, um Platz für genug Sonnenlicht und Luft um die Trauben herum zu schaffen. Je nach gewünschtem Zuckergehalt und Säureverhältnis werden Trauben von den Stöcken entfernt (Ausdünnen). So entstehen hochwertige Qualitätsweine, die u.a. um teures Geld nach Nordamerika exportiert werden. Für den Weinbau wichtig sind Lössböden. Löss wurde während der Eiszeit vom Wind ins Weinviertel gebracht und lagerte sich hier ab. Herausragende Eigenschaften von Löss sind seine gute Wasseraufnahmefähigkeit und Reichtum an Nährstoffen, die für den fruchtbaren Boden wichtig sind. Löss ermöglicht auch die Entstehung von Lösshohlwegen und letztendlich der für das Weinviertel typischen Kellergassen. Zwischen den Weingärten tummeln sich Feldtiere wie Hasen oder Rehe. Da zwischen Wolkersdorf und Ulrichskirchen die Autobahn verläuft wurde für Tiere eine Wildquere geschaffen, eine sehr breite bepflanzte Brücke zu der die Tiere zwischen den Absperrgittern geführt werden.