Dreidärrischenhöhle



Die Dreidärrischenhöhle ist die größte Höhle im Wienerwald. Der Wanderer findet sie beim Durchqueren des Siebenbrunnengrabens am Anninger nahe Gumpoldskirchen. Ihren Namen hat die Höhle von menschenähnlichen Felsgestalten, die "därrisch" (taub) sein sollen. Zudem werfen diese Felsen um die Höhle kein Echo zurück. Zu früheren Zeiten diente die Dreidärrischenhöhle als Opferstätte für Totenkulte. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Höhle für Besucher zugänglich gemacht. Elektrische Beleuchtung wurde installiert und neben dem natürlichen Höhleneingang eine Schutzhütte, das "Bergheim" errichtet. Unterhalb des Bergheims sieht man den Stolleneingang zur Höhle, die hier 230 Meter tief in den Anninger hinein führt. Heute gilt die Dreidärrischenhöhle als einsturzgefährdet und ist zudem als Rückzugsgebiet seltener Fledermausarten gesperrt.




Oberhalb der Höhle, am Siebenbrunnengraben liegt eine Bunkeranlage mit einer Trafostation. Hier führten Leitungen hinauf zum Anningergipfel (675 m), auf dem heute die Wilhelmswarte steht. Dort oben war im Zweiten Weltkrieg ein Kurzwellensender installiert, mit dem die Wehrmacht weit in den Ostblock hinein horchen konnte. Folgt man dem Siebenbrunnental unterhalb der Dreidärrischenhöhle in Richtung Gumpoldskirchen, trifft man nach dem Wetterkreuz auf die Abzweigungen zu Hubertushütte Richtung Steinbruch bzw. Feigelhütte Richtung Pfaffstätten. Ein schöner Wanderweg führt über den Kreuzweg Gumpoldskirchen hinunter in den Ort.


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