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Durch den Wald bei Stillfried


Wir starten am Bahnhof in Stillfried an der March und gehen durch den Ort zum Museum für Ur- und Frühgeschichte. Hier werden uralte Fundstücke aus Stillfried und der Umgebung gezeigt, man nennt den Ort auch das Zentrum der Urzeit. Die Gasse neben dem Museum führt uns zu einer langen Stiege, die auf den Kirchenberg führt. Wir gehen links entlang, vorbei am Kriegerdenkmal vor der alten Wehrkirche. Dann tauchen einige Weinkeller auf. Beim Blick in einen älteren Keller sehen wir schimmlige Wände und vergammeltes Inventar. Hinter dem Heurigen Staringer geht es rechts hinauf zum Stillfrieder Wald. Wir gehen geradeaus am Waldrand und biegen noch vor dem Hohlweg rechts ab. Ein Forstweg führt hier im Wald steil hinunter, dann wieder bergauf. An einer Gabelung halten wir uns links und erreichen einige Futter- und Jagdplätze im Wald. Schließlich führt ein Weg wieder an den Waldrand, wo wir nun weit über die Felder nach Angern an der March blicken und zur Wuzzelburg auf dem Rochusberg. Nun geht es wieder zurück in Richtung Stillfried, durch den Hohlweg wo auch das weiße Marterl steht. Am Kirchenberg folgen wir dem Weg nach links bei dem Kreuz, und kommen durch den Wald zu einer Bildeiche. Dahinter befindet sich ein Reitplatz mit einer Pferdekoppel und Ställen; rechts geht es in den Ort Grub. Im Zentrum von Grub, wo die Kapelle inmitten der Straße steht, geht es rechts weiter und auf der Allee vorbei am Spielplatz auf den Kirchenberg hinauf. Durch die Kellergasse wandern wir zurück zum Bahnhof.

Advent am Rochusberg


An diesem trüben, nebelverhangenen Nachmittag, es ist der Tag vor Heiligabend, mache ich mich mit dem Zug auf den Weg nach Angern an der March. Schon beim Verlassen des Bahnhofs fällt der Blick auf die großen Neubauten, die hinter dem Bahnhof auf dem weitläufigen ehemaligen Rübenlagerplatz entstehen. Ich gehe durch die Siedlung, bis ich den schmalen Weg entlang der Bahngleise beim Tennisplatz erreiche. Von hier aus setze ich meinen Weg Richtung Mannersdorf an der March fort.

Hinter dem Friedhof passiere ich das Gasthaus Zur Traube und gelange zur Maria-Hilf-Kapelle, die in warmes, weihnachtliches Licht getaucht ist. Die Beleuchtung hebt sich wohltuend vom grauen Nebel ab und schafft einen ersten, stillen Moment der Einkehr. Hinter einem großen, festlich geschmückten Christbaum betrete ich schließlich den Rochusberg.

Der Advent am Rochusberg entfaltet hier seinen ganz eigenen Zauber: Die Laternen entlang der Wege sind bereits eingeschaltet und werfen ein sanftes Licht auf den feuchten Boden. Am Kellerberg sind mehrere Presshäuser liebevoll dekoriert, Lichterketten und beleuchtete Fenster erinnern an vergangene Zeiten, in denen der Berg ein lebendiger Treffpunkt war. Die Atmosphäre ist ruhig, beinahe meditativ – kein Trubel, sondern ein stilles Innehalten in der Vorweihnachtszeit.

Oben angekommen besuche ich die Rochuskapelle, im Volksmund auch „Wuzzelburg“ genannt. Die kleine, wehrhafte Kapelle thront markant auf dem Hügel und ist dem heiligen Rochus, dem Schutzpatron gegen Seuchen, geweiht. Ihre schlichte Bauweise, die dicken Mauern und die erhöhte Lage verleihen ihr etwas Zeitloses. Gerade in der Adventzeit wirkt dieser Ort besonders eindrucksvoll: still, abgeschieden und zugleich voller Geschichte. Von hier oben öffnet sich der Blick über das Marchfeld, das im Nebel beinahe grenzenlos erscheint.

Nach dem Besuch der Kapelle gehe ich rechts weiter und steige durch die Mulde Richtung Stillfried ab. Der Weg führt hinunter in die Dämmerung, begleitet vom fernen Läuten der Kirchenglocken. Oben in der alten Wehrkirche von Stillfried angekommen, höre ich Stimmen: Kinder proben gerade das Krippenspiel für den nächsten Tag. Ihre leisen Texte und das gedämpfte Lachen erfüllen den Raum und bilden einen stimmungsvollen, lebendigen Abschluss dieses vorweihnachtlichen Weges.

Angerner Marchschlingen im Winter

Adventkranz in Angern Marchfähre Marchübergänge Infotafel Fischervereinshütte Angern an der March

In der Weihnachtszeit machen wir eine Zugfahrt nach Angern an der March. Vom Bahnhof aus überqueren wir hinter dem großen Adventkranz die Hauptstraße. Danach folgen wir ein Stück dem Dammweg, bis wir links in Richtung Marchfähre abbiegen. Dort warten um diese Tageszeit oft einige Autos an beiden Ufern auf die Überfahrt.
Weiter geht es entlang des Marchwegs. Hinter den kahlen Büschen und Bäumen auf der linken Seite erscheinen die ersten Fischerhütten am österreichischen Ufer der March. Plötzlich dringen laute Musik und Durchsagen einer Sportveranstaltung aus dem slowakischen Grenzort zu uns herüber.
Wir umrunden das lange Altwasser und biegen bei der Infotafel des Fischervereins nach rechts in Richtung Stillfried ab. Kurz darauf erreichen wir das Ufer der March, wo wir an modernen Fischerhütten vorbeikommen, die auf hohen Stelzen stehen – ein Schutz vor Hochwasser.
Hinter einer weiten Wiese erblicken wir die Rochuskapelle, die malerisch in der Landschaft thront. Schließlich gelangen wir auf den Damm, dem auch ein Radweg folgt, und spazieren weiter bis zum Bahnhof Stillfried.

Marchweg bei Angern Fischerverein Infotafel March Altwasser vor Angern Große Fischerhütte an der March Marchweg nach StillfriedBäume an der MarchLaubbäume im WinterMarch FischereianlagenFischerverein Revierende Hinter der Wiese die Rochuskapelle Totholz im WasserAltwasser vor StillfriedAbzweigung vom DammwegBahnübergang Stillfried

Angern über Rochusberg nach Stillfried


Am Bahnhof Angern marchieren wir los, durch die Unterführung und über den Rübenplatz. Neben der Bahn kommen wir vorbei an den Tennisplätzen nach Mannersdorf an der March. Hinter dem Gasthaus Zur Traube geht es weiter in Richtung Rochusberg, den wir durch das Begrüßungsportal betreten. Hinter dem kleinen Pavillon liegt ein Kinderspielplatz, wo wir Pause machen. Dann gehen wir zwischen den vielen Weinkellern hinauf zur Rochuskapelle, die wegen ihrer runden Form im Volksmund auch Wuzzelburg genannt wird. Dann folgen wir dem Wanderweg rechts an den Weinbergen entlang hinunter. Nach der Schlucht geht es wieder hinauf. Oberhalb von Stillfried steht eine Bank an einem schönen Aussichtspunkt. Dann gehen wir durch die Kellergasse von Stillfried ins Ortszentrum und weiter zum Bahnhof.