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Naturpark Purkersdorf


Vom Bahnhof Purkersdorf Gablitz geht es über den Säckinger Steg über den Wien Fluß und zur Kellerwiese. Vorbei am Sängerbrunnen geht es hinein in den Naturpark Sandstein-Wienerwald und auf dem Naturlehrpfad am Wienfluss entlang in Richtung Naturparkzentrum. Am Wegrand sind Schautafeln aufgestellt, die Infos über die Pflanzen und Tierwelt im Wienerwald geben. Kurz vor dem Nationalparkzentrum stehen am Wanderweg die Deutschordens-Steine, die bis 1766 den Ordenswald begrenzten und an die Namen Deutschwald bzw. Deutschordenswald für den Wald um die Rudolfshöhe erinnern. Im Naturparkzentrum steht neben einem großen Kinderspielplatz ein Holzlabor, das Wissen rund um Holz und Baumwachstum vermitteln möchte. Das Wienerwaldmuseum möchte Einblicke ins frühere Leben der Bauern und Waldarbeiter geben. In zwei großen Gehegen sind Hirsche und Wildschweine zuhause. Ich wandere rings um das Wildschweingehe, auf einem kleinen geologischen Lehrweg. Nun geht es hinauf zum Unterstand Blätterdach. Hier zweigt der Weg links ab zum Schöffelstein und Frauenbründl, rechts geht es zur Aussichtswarte auf der Rudolfshöhe. Ich gehe geradeaus, auf dem Salamanderweg. Beim Darüber Blick habe ich eine schöne Aussicht auf Purkersdorf. Hier oben steht auch ein Insektenhotel und ein paar Walderlebnisstationen für Kinder. Ich wandere runter zum Sängerbrunnen und nehme den Weg direkt oberhalb der Kellerwiese zum Bahnhof nach Purkersdorf-Sanatorium.


Naturparkzentrum Purkersdorf

Auf die Rudolfshöhe


Von Wien Auhof kommend, gehe ich an der Straße am Mühlberg hinauf und wandere ein Stück auf dem Weg an der Außenmauer um den Lainzer Tiergarten. Rechts hinauf führt der Weg nach oben zur Rudolfshöhe (475 m). Bald taucht die Aussichtswarte zwischen den Bäumen auf. Von der Rudolfswarte aus bietet sich mir ein weiter Blick auf die Stadt, den Wienerwald und die umliegenden Gemeinden, den benachbarten Lainzer Tiergarten und im Hintergrund den Schneeberg. In der anderen Richtung erkenne ich die Warte auf dem Troppberg.


Aussichtswarte im Naturpark Rudolfshöhe bei Purkersdorf


Die Warte ist eine 28,5 m hohe Holzkonstruktion mit einer überdachten Aussichtsplattform. Neben der Rudolfswarte steht vor einem Jausenplatz ein Gedenkkreuz der Berg- und Naturwacht Purkersdorf. Ich folge der roten Wegmarkierung ein paar Serpentinen herunter und erreiche bald die Station Blätterdach: Eine Unterstandshütte neben einem Spielplatz mit Klettergeräten für Kinder und einem großen Holzxylophon. Weiter geht's auf dem Weitwanderweg 04 zum Schöffelstein (425 m). Hier wurde 1873 dem Retter und Beschützer des Wienerwaldes und späteren Bürgermeister von Mödling, Josef Schöffel, ein Denkmal gesetzt.


Der Schöffelstein und das Frauenbründl.

Etwas weiter steht das Frauenbründl zwischen raschelnden Blättern am Wegesrand. Die Quelle plätschert zwar nicht, doch hat das alte Bründl recht unikate Formen. Man braucht nicht lange zu überlegen, woher das Bründl seinen Namen hat. Ich folge dem Fledermausweg zum Sängerbrunnen. Auf einer abgeholzten Wegstrecke habe ich gute Aussicht auf Purkersdorf und den Wienfluss. Der Sängerbrunnen wurde vom Wiener Männergesangsverein 1875 aus einer 2m hohen Sandsteinsäule errichtet. Daneben liegt die Kellerwiese, auf der sich neben einem großen Kinderspielplatz ein Streichelzoo mit Schafen und Ponys befindet.


Der Sängerbrunnen neben der Kellerwiese bei Purkersdorf.

Naturpark Sparbach


Der Naturpark Sparbach kann mit der Niederösterreich-Card oder einer kleinen Eintrittsgebühr ganzjährig besucht werden. Auf schönen Rundwegen kann man durch den Wald wandern, alte Burgruinen, zahlreiche Sehenswürdigkeiten, Wildschweine und viele andere Tiere besuchen. Für Kinder gibt es einen Streichelzoo und einen großen Waldspielplatz. Speis und Trank gibt es im Naturparkhaus und einem Imbissstand im Park.
Der Naturpark Sparbach wurde um 1810 als Englischer Landschaftsgarten gestaltet. Bei der Gestaltung des Landschaftsparks um Mödling durch den Fürst von Liechtenstein wurde das Gebiet um Sparbach mit einer Mauer umgeben, eingezäunt und mit Wildschweinen, Muffel- und Damwild zur Bejagung bestückt. In dem englischen Landschaftsgarten entstanden Ruinen und Tempel zu rein dekorativen Zwecken. Ein Beispiel hierfür ist der Dianatempel mit einer zweidimensionalen Scheinfassade, oder Brücken, die nicht begehbar waren. Es wurden die unterschiedlichsten Baustile verwendet: gotische Burgruinen, türkische Moscheen, römische Tempel und chinesische Pagoden. Nach der griechischen Göttin der Jagd ist die Dianaquelle benannt. Der kleine Brunnen liegt unweit des Dianatempels und der Fürstenföhre im Wald. Auch die Köhlerhausruine ist (im Gegensatz zur Ruine Johannstein) ein künstliches dekoratives Zierbauwerk. Die Burg Johannstein entstand um 1200. Sie hieß zunächst Burg Sparbach. Im 15. Jahrhundert wurde die Burg von Johann Jöchlinger umgebaut und in Burg Johannstein umbenannt. 1809 gelangte die Burg in den Besitz von Fürst Johann I. von Liechtenstein. Die Burg gehörte der inneren östlichen Verteidigungslinies des Wienerwaldes gegen das Wiener Becken an. Im 16. Jh wurde sie von den Türken zerstört. Die Grundform der Burgruine Johannstein hat die Gestalt eines Malteserkreuzes, den Sie im Zuge des mehrmaligen Besitzerwechsels im 15. Jahrhundert unter Einfluss des Malteserordens annahm.
Die Leopold-Mühle wurde im Jahre 1867 in Sumpersbach bei Kirchberg am Wechsel errichtet. 1965 wurde die Mühle beim Hochwasser zerstört. Die Reste wurden abgetragen und im Naturpark Sparbach neben dem Lenauteich als Schaumühle wieder errichtet. Der Lenauteich wurde nach dem österreichischen Dichter benannt, der hier seine berühmten Schilflieder geschrieben haben soll. Der Teich beherbergt zahlreiche Fische, Flusskrebse, Stockenten und eingebürgerte bunte Mandarinenten. Nahe des Teiches liegt ein Kinderspielplatz und die Galerie der Wildtiere, von der aus die Tiere von einem Holzsteg aus gefüttert werden können.