Von Bisamberg nach Strebersdorf


Mit dem Zug fahren wir zur Haltestelle Bisamberg, die eigentlich noch auf Gemeindegebiet von Langenzersdorf liegt. Über die Tuttenhofstraße kommen wir an den Donaugraben, und wandern auf dem Damm in Richtung Bisamberg. Auf der Hauptstraße spazieren wir durch den Ort. Plötzlich fährt eine Kolonne mit einem Maibaum und lautem Getöse vorbei. Am Schlossplatz ist heute die Maibaumfeier. Wir wandern vorbei an den Schlossgebäuden bis zum Kreuzweg. Der Kreuzweg zur Kirche hinauf wurde 1696 von der Gräfin Bouquoy-Strattmann als Dank für die Errettung aus der Türkennot errichtet. Der Bisamberg Kreuzweg - ein Kalvarienberg - unterscheidet sich von den üblichen Kreuzwegen, er hat nur 11 Stationen, die alle durch entsprechende Bibelstellen dokumentiert sind. Entlang von schönen Sandsteinfiguren führt die Stiege zu Friedhof und Kirche hinauf. Nächste Station ist die Lourdesgrotte am Bisamberg. Hier ist auch ein großes Kriegerdenkmal errichtet worden. Hinter der Lourdesgrotte führt ein Wanderweg im Wald relativ steil hinauf zur Gamshöhe. Unterwegs kommen wir am Franz Josef Gedenkstein und einem Wegkreuz vorbei. Ein Maikäfer kriecht am Wegesrand herum. Oben angekommen, zweigt ein Weg zur Elisabethhöhe ab. Das Gasthaus Gamshöhe macht einen verwahrlosten Eindruck. Nun geht es eben weiter auf einem Forstweg über den Bisamberg. Wir kommen zum Pavillon mit der Bildeiche. Beim Eichendorff Denkmal am Falkenberg kommen wir aus dem Wald und blicken über die Senderstraße hinweg auf Wien. Nun gehen wir am Kallusweg rechts hinunter, vorbei am Jagdschloss beim Magdalenenhof. Geradeaus weiter kommen wir in den Klausgraben und nach Strebersdorf. Vorbei an vielen Heurigen geht es zur Straßenbahn an der Rußbergstraße.

Von Großenzersdorf in die Lobau


Mit dem Bus fahren wir nach Großenzersdorf, wo wir die schöne kleine Altstadt besuchen. Im Mittelalter war Großenzersdorf mit 3 Toren sowie Zugbrücken ausgestattet. Am Wienertor, heute Raasdorfer Tor, ist ein Wappenstein eingemauert. Es ist das Wappen des ersten Stadtherren Bischof Berthold von Wehingen. Es zeigt einen Mohrenkopf (Hl. Mauritius) und ein W für Wehingen auf blauem Grund. Das frühere Wittauertor wurde in Kroatentor umbenannt. In den furchtbaren Türkenangriffen von 1529 war ein Großteil der Marchfelder Bevölkerung grausam niedergemetzelt worden, danach wurden viele Kroaten in der Region angesiedelt. Das Wassertor war der Donau zugewandt. Die anderen beiden Tore, das Herrschaftstor (rotes Tor) und das heutige Wienertor, wurden erst im 19. Jahrhundert in die Mauer gebrochen. Kaiser Friederich Barbarossa erteilte 1156 die Bewilligung zum Recht auf Jahrmarkt und Landgericht. Das heutige Gebäude der Encinesdorfer Burg stammt aus der Spätromantik. Der Freisinger Bischof von Wehingen (Domprobst von St. Stephan in Wien, Rektor der Uni Wien und Staatskanzler von Österreich) ließ Ende des 14. Jhds. die Wasserburg großzügig umgestalten. Die Burg wurde während der Kriegswirren oft zerstört. Die Stadtgemeinde erwarb 1838 die Ruine, sanierte sie und baute sie zum Rathaus mit Gasthaus und Brauerei um. Der Wassergraben wurde zugeschüttet. Heute sind noch Reste der mittelalterlichen Burgmauern zu sehen. Nach unserem Besuch von Großenzersdorf kommen wir über die Ziegelofenstraße zur Lobau. Nun wandern wir über den Weitwanderweg 07 durch den Nationalpark Donauauen. Wir kommen vorbei am Bibergehege und den Forsthäusern am Vorwerk. Von der Vorwerkstraße biegen wir links ab und gehen in Richtung Panozzalacke, wo wir zum Bus an der Lobgrundstraße kommen.

Biberhaufenweg bis Panozzalacke


Über den Biberhaufenweg wandern wir zur Luitpold-Stern Gasse. In einem Garten sind etliche Plüschtiere an Bäumen und Gestellen lustig aufgehängt. Bald kommen wir zum Ausflugslokal Knusperhaus, das hier am Mühlwasser, am Rande vom Nationalpark Donauauen liegt. Gleich hinter dem Lokal führt ein Wanderweg in die Lobau hinein. Wir überqueren den Josefsteg und biegen, weil es schon etwas stärker regnet, gleich in Richtung Panozzalacke ab. Das Knusperhäuschen an der Panozzalacke hat bei dieser Witterung schon geschlossen. Über eine schöne Blumenwiese kommen wir vobei am Bunker zum Parkplatz an der Lobgrundstraße.