Vom Emmysteig in die Eng



 

Vom Bahnhof in Puchberg fahre ich mit der Salamanderbahn auf den Schneeberg. Zwei Stunden später als geplant, aufgrund von Wartezeiten wegen massivem Besucherandrang. Es ist heute sehr heiß und die Leute in der Zahnradbahn schwitzen unter dem Mund-Nasenschutz. Bei der Station Baumgarten gönne ich mir eine Marillenbuchtel. Auf dem Hochschneeberg angekommen, biege ich beim Elisabethkirchlein rechts ein und folge dem Pfad über den Waxriegel (1888 m) zum Damböckhaus. Hier blicke ich über den Ochsenboden auf die beiden Gipfel vom Hochschneeberg, den Kaiserstein und den Klosterwappen mit dem höchsten Punkt Niederösterreichs (2076 m). Ich möchte heute einen anderen Weg einschlagen, und folge zunächst dem breiten Touristenweg in Richtung Bergstation. In der Kurve entdecke ich die gelbe Wegmarkierung vom Emmysteig (nur für Geübte!). Die Wegweiser wurden abmontiert. Ich folge dem anfangs leicht begehbaren Emmysteig an Latschen entlang leicht hinunter. Hier bin ich nun allein auf dem Steig. Bald wird es steiler und es geht durch ein größeres Geröllfeld steil bergab. Dann kommen immer wieder kurze Kletterpassagen über Felsen. Das letzte Stück vom Emmysteig führt durch ein Waldstück.



Ich erreiche schließlich die Wiese an der Kuhplagge. Hier kreuze ich den Südlichen Grafensteig, der hier von Baumgartner zur Kienthaler Hütte führt. Ich suche mir aber den rot markierten Pfad, durch den Wald hinunter und vorbei an einer Jagdhütte, um zum Krummbachsattel zu gelangen. Hier folge ich dem zugewachsenen Pfad rechts auf den Wassersteig. Zunächst geht es über Wiesengebiet hinunter, wobei zwischen den hohen Pflanzen öfters schon ein Bach auf dem Pfad fließt. Dann geht es im Wald hinauf und in einem langen Bogen um den Krummbachstein (1602 m) herum. Einige tolle Blicke in Richtung Saugraben am Schneeberg, sowie über Miesleiten hinweg in Richtung Raxplateau, werden geboten. Ich erreiche die Knofeleben und raste am Naturfreundehaus (1250 m). Dann geht es durch den Promischka Graben hinunter in die Eng. Hier ist ein Teilstück einer alten Holzriese aufgestellt. Bei einer kleinen Unterstandshütte gibt es Infos über die schwere und gefährliche Arbeit der Holzknechte früher, die u.a. mit Hilfe von Holzriesen das Holz von den Bergen ins Tal schaffen mussten. Auf dem Mariensteig wandere ich durch die Eng und blicke bald hinüber nach Reichenau an der Rax. Vorbei an der Waldhütte geht es hinunter nach Schneedörfl. Wegweiser führen weiter zur Bahnunterführung am Bahnhof Payerbach.