Durch die Marchauen von Stillfried nach Angern


Am Bahnhof Stillfried wandern wir los, zunächst auf dem Radweg der neben den Bahngleisen verläuft. Bald biegen wir links ab und kommen auf einer Forststraße durch den Wald an die March. Hier stehen sowohl an der österreichischen als auch an der slowakischen Seite der March zahlreiche Fischerhütten, zumeist auf hohen Planken zum Schutz vor Hochwasser. Wir wandern entlang des Flußufers durch die Marchauen, wo uns bei der schon hochsommerlichen Hitze kaum Gelsen quälen. Nach der Marchschlinge bei Mannersdorf kommen wir zur Fähre bei Angern. Durch den Ort geht es zum Bahnhof von Angern an der March.

Radtour zur Wallfahrtskirche Heiligenberg


Mit dem Fahrrad geht es los in Wolkersdorf im Weinviertel. Auf dem Radweg Eurovelo 9 fahren wir vorbei am Wolkersdorfer Schwimmbad und am Sportplatz. Wir überqueren die A5 über die Radbrücke und fahren rechts vom zum Schloss Ulrichskirchen gehörenden Waldstück und bei den Pferdehof vorbei. Nun geht es auf dem Radweg entlang vom Rußbach weiter. Wir blicken rechts auf den Wartberg. Bei der Abzweigung mit den Straßen nach Kronberg und Riedenthal sehen wir das mächtige Weinlandkreuz. Wir halten uns links und folgen dem Radweg vorbei am Bahnhof von Schleinbach. Beim ehemaligen Ziegelwerk, dessen restliche Gebäude derzeit abgerissen werden, fahren wir über den Feldweg bis zum Ortsbeginn von Unterolberndorf, wo wir den Rußbach überqueren. Rechts der Bahngleise führt die Kreuttal Radroute uns entlang von Rieden und Feldern wechselnd leicht bergan und bergab nach Hautzendorf. Wir fahren kurz durch den Ort und folgen dann der Radroute bis zur Wallfahrtskirche Heilgenberg. Hinter der alten Kirche am Heiligenberg (220 m) geht es durch den Wald auf den Käferberg. Wir überqueren die Felder und fahren auf einer Forststraße hinunter nach Wolfpassing an der Hochleiten. Hier bietet sich im Gasthaus zur grünen Eiche die Möglichkeit zu einer gemütlichen Einkehr. Wir fahren weiter nach Traunfeld und auf der Straße zum Radweg bei Unterolberndorf, wo wir auf dem Eurovelo Nr. 9 nach Wolkersdorf zurück fahren.

Eichenprozessionsspinner im Prater


Wanderland Austria hat die Berichte in den Medien über die Eichenprozessionsspinner - den giftigen Raupen in Wien deren feine Härchen zwar keine lebensbedrohliche Gefahren darstellen, jedoch stark juckende Hautausschläge, Augenreizungen, Atembewerden, Husten und sogar Asthma verursachen können mitverfolgt.
Da heute - 5.6.2018 - der Schönbrunner Schlosspark, wo besonders viele Raupen in den Eichen hängen leider aus diesem Grund noch teilweise gesperrt ist, können wir uns hier leider kein Bild davon machen. Wir überlegen, wo es noch viele Eichen und somit auch Eichenprozessionsspinner in Wien gibt. Am Nachmittag machen wir uns mit dem Bus der Linie 77A auf den Weg in den Praterpark, wo ebenfalls sehr viele Eichenbäume vorhanden sind.
Bei der Station "Stadionbad" verlassen wir den Bus und spazieren zuerst über die Prater Hauptallee zum Lusthaus. Bis jetzt konnten wir noch keine dieser giftigen Raupen entdecken, doch wir werden weiterhin die Augen weit offen halten. Vom Spielplatz am Lusthauswasser wandern wir weiter durch den grünen Prater nach Maria Grün.
Und endlich sehen wir sie: die Eichenprozessionsspinner!

>

Wir können kaum unseren Augen trauen: Vom Erdbogen bis hoch hinauf in die Baumkronen - alles ist voll mit den Nestern der giftigen Raupen, die so ähnlich wie Spinnweben aussehen. Wahnsinn! Wir marschieren langsam und vorsichtig weiter und müssen dabei wirklich sehr gut aufpassen, denn alle paar Meter hängen dicke weiße Fäden herunter und ganz unten am Faden tummeln sich die Eichenprozessionsspinner. Ab und zu hängen sie sogar in richtig kleinen "Säckchen" über den Wegen und man muss wirklich sehr achtsam sein um nicht versehentlich hinein zu laufen oder an den Raupen zu streifen. Ganz aus der Nähe betrachtet sehen die hellgrünen Raupen mit den schwarzen Pünktchen eigentlich sehr niedlich aus. Doch wir wissen es zum Glück besser und halten deshalb respektvollen Abstand, sowohl zu den Raupen als auch zu den leeren Nestern, in denen sich bestimmt noch viele allergener Haare befinden.
Weiter geht es auf dem Pfad zur Abzweigung in Richtung Schutzhaus Heustadlwasser und von dort gehen wir geradeaus in Richtung Donau zur Bushaltestelle am Bahnhof Praterkai. Im Bus kontrollieren wir ganz genau unsere Arme und Beine und stellen fest, dass sich zum Glück keine rötlichen Stellen an unseren Gliedmaßen befinden.
Auf der Fahrt nach Hause müssen wir noch immer an die süßen aber auch giften kleinen Raupen denken. Vielleicht sehen wir ein paar von ihnen wieder, wenn sie als braungraue Nachtfalter an uns vorbei fliegen und genauso wie wir die frische Luft und den Sommer genießen!