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An der March bei Marchegg


In Marchegg folgen wir vom Bahnhof der Schlosshoferstraße und gehen auf dem Weg neben der Bahnstrecke weiter in Richtung March. Wir kommen in das Waldstück mit der Futterhütte für Wildtiere. Bald führt der Weg unter der Bahn hindurch. Gleich dahinter biegen wir links ab. Wir erreichen ein halbverfallenes Haus, dann stehen wir unter den Brückenpfeilern der Marchbrücke Marcheggský viadukt. Hier sind Hochwassermarken mit den Pegelständen vergangener Jahre angebracht. Am beiden Marchufern sehen wir Fischerhütten. Wir gehen auf dem Hochwasserdamm weiter und erreichen einen Forstweg am Zapfengraben, der über eine Brücke auf eine March Halbinsel führt. Hier sind einige Bäume von Biberspuren zerfressen. Wir verlassen die Insel, wie wir gekommen sind und überqueren den Marchdamm. Am Weg neben dem Alten Zipf gehen wir geradeaus in Richtung Marchegg zurück.

Von Stillfried nach Angern


In Stillfried wandern wir vom Bahnhof in den Ort. Hinter dem Museum für Urzeitkunde und Frühgeschichte führt ein Pfad auf den Kirchenberg. Die im Kern romanische Kirche liegt inmitten einer bronzezeitlichen Wallburg. Schon seit der Altsteinzeit besiedelt, ist Stillfried mit seinen bedeutenden Funden ein Paradies für Prähistoriker und Archäologen. Die Lage an der Bernsteinstraße trug zur Bedeutung der urzeitlichen Siedlung als Handelsplatz bei. Später hatten dann auch die Römer hier einen Stützpunkt. Wohl im späten 13. Jahrhundert wurde der Ort an den Fuß der Wallburg verlegt, die Kirche blieb am Berg. Neben der Kirche steht ein Kaiser Franz Josef Denkmal auf einem großen Felsstein. Wir wandern durch die Kellergasse von Stillfried, wo gerade ein großer Heurigen ausgesteckt hat. Über Kleinstillfried kommen wir auf einen Feldweg und sehen schon die Kapelle auf dem Rochusberg. Am Wegesrand stehen seltsam viele Holzstühle unter den Bäumen. Wir besuchen die Rochuskapelle und wandern über den Kellerberg nach Mannersdorf. Unten steht noch ein mittelalterlicher Wettervorhersager an einem Holzwagen. Wir wandern vorbei an der Kirche von Mannersdorf zum Teich am Erholungsgebiet Alte March. Durch den Ort geht es nach Angern weiter und dort zum Bahnhof.

Durch die Marchauen bei Hohenau


In Hohenau starten wir beim Bahnhof und umrunden das Gelände der Zuckerfabrik. Hinter der Zuckerfabrik von Hohenau liegen hier große natürliche Feuchtgebiete, die einen wertvollen Lebensraum für Wasser- und Wattvögel bilden. Das Wasser der nahen March und die Rohrleitungssysteme der Zuckerfabrik machen es möglich, verschiedene Gebiete nass und vegetationsfrei zu halten. Mehr als 200 Vogelarten sind rund um das Anlandebecken zu Gast, sie überwintern, brüten, lagern hier oder ziehen nur durch. In Richtung Ringelsdorf gibt es eine Beringungsstation für Vögel und ein mobiles Beobachtungsversteck. Wir wandern am Kühlteich entlang in Richtung Grenze, und beobachten die Vögel am Gewässer vor dem Fürstenwald von einem Holzturm aus. Die Absetzbecken und Anlandebecken nehmen die von den Zuckerrüben in der Fabrik abgewaschene Erde auf. Bis zu 30°C warmes Wasser wird von der Fabrik in den Kühlteich abgelassen. Dadurch bleibt das große Becken im Winter überwiegend eisfrei und bietet sich als perfekter Ort zum Überwintern für nordeuropäische und sibirische Wasservögel an. Im Frühling dominieren Möwenarten die Region. Bei niedrigem Wasserstand nutzen Wattvögel und Störche das Vogelschutzgebiet. Wir gehen ein Stück auf dem Iron Curtain Trail weiter und biegen bei einem bunten Marterl, kurz vor der Grenze, rechts ab. Vorbei an der Ostseite des Kühlteichs kommen wir auf die Lange Wiese und in die Marchauen hinein. Wir verlassen den Wald über die Großen Wiesen und kommen bei Langfeld auf den Damm an der Zaya. Hier wandern wir entlang bis zum Zusammenfluß mit der March. Hier stehen zahlreiche Fischerhütten an beiden Seiten des Ufers. Auf dem Wattgebiet liegen viele Muscheln. Wir gehen zurück an der Zaya, und über die Brücke in Richtung Ringelsdorf. Vorbei am Galgenhügel wandern wir nach Drösing. Beim hohen Lagerhaus befindet sich der Bahnhof.