Im Dezember sind die verschlungenen Pfade auf der Donauinsel nicht zugewachsen. Es bietet sich also an, auf den Pfaden der Fischer nahe am Ufer zu wandern. Überall sind Spuren sichtbar, dass sich die Biberpopulationen am Donauufer in den letzten Jahren deutlich vermehrt haben.
Friedhof der Namenlosen
Unsere Reise zum Friedhof der Namenlosen beginnt an der Bushaltestelle Kraftwerk Freudenau, bei der Imbissbude "Donauweibchen". Dem Fussweg Richtung Prater Spitz folgen wir weiter bis zur Simmeringer Lände. Hier führen verschiedene Wege am Donau Altwasser entlang in Richtung der von weitem sichtbaren Getreidespeicher am Alberner Hafen. Zum Friedhof finden wir über das Hafengelände mit seinen alten, hohen Silohallen. Der alte Friedhof der Namenlosen befand sich einst zwischen der heutigen Dammkapelle und der Hafeneinfahrt. 478 Opfer des Donaustromes liegen noch heute dort bestattet. Die Donau spülte hier im 19. Jahrhundert Selbstmörder oder Opfer von Unfällen oder Verbrechen ans Ufer. Auch zahlreiche Frauen und Kinder befanden sich unter denen, die niemand mehr suchte, sodass die Namen für immer auf Erden vergessen schienen. Donaufischer brachten die namenlosen Vergessenen hier unter die Erde - zumeist ohne kirchliche Sakramente. Die Auferstehungskapelle am Friedhof wurde 1935 errichtet zur Erinnerung an die Erhöhung und Verstärkung der Hochwasserschutzdamme für Wien und das Marchfeld. Ein Stückchen weiter der Donau entlang finden wir das Gasthaus zum Friedhof der Namenlosen. Von hier führen Wanderwege weiter in die Donauauen. Hinter dem Damm mit der Kapelle wurde der heutige Friedhof der Namenlosen errichtet. Hier wurden bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs namenlose Wasserleichen bestattet. Weder Inschrift noch Schmuck an den Gräbern lässt die Geschichten derer erahnen, die keinen Namen mehr haben.
Großarltal
Großarl mit dem umgebenden Großarltal liegt in Salzburg im Pongau, nahe St. Johann. Durch das Großarltal fließt die Großarler Ache, die in die Salzach mündet. Das Großarltal gehört zu den Tauerntälern und liegt parallel zum Gasteiner Tal. Von Großarl aus erreicht man über den Ortsteil Unterberg die Wanderwege zum Schuhflicker. Höchster Berggipfel auf Großarler Ortsgebiet ist der Gamskarkogel mit 2467 m. Vom Tal aus erkennt man die Hohen Tauern und den Hochkönig. Das Großarltal mit seinen vielen (teilweise bewirtschafteten) Almen ist auch als Tal der Almen bekannt, an dem auch der Salzburger Almenweg seine Stationen hat. Eine schöne, 17 km lange Wandertour ist der von der Pfarrkirche Großarl ausgehende Kapellenweg im Großarltal. In den Sommermonaten kann die Panoramabahn für eine Fahrt auf den Kreuzkogel (2027 m) benutzt werden. Von hier führen die Wanderwege zum Fulseck, Arlörl und Schuhflicker. Im Winter ist der Kreuzkogel der Skiberg schlechthin. Im Sommer bietet sich schon vom Panoramaplateau auf 1840m eine herrliche Aussicht. Schöne Bergseen sind neben dem Schuhflickersee der Spiegelsee (Speicherteich der Bergbahnen von Dorfgastein) und die Paarseen (vom Schuhflicker aus in Richtung Luxkogel).
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