Über den Kalenderberg nach Guntramsdorf


Diese Tour beginnt am Bahnhof Mödling. Entlang vom Mödlingbach kommen wir vorbei am Realgymnasium Keimgasse, das derzeit umgebaut wird. Dann geht es durch die Achsenaugasse mit dem Beethoven Wohnhaus und rechts zur Hauptstrasse. Gegenüber vom Spielwarenhändler Krawany steht die Pestsäule. Geradeaus kommen wir in die Mödlinger Fußgängerzone. Am Brunnen blicken wir die mit neuen Geschäften und Lokalen belebte Gasse hinunter. Dann wandern wir rechts am Rathaus vorbei und kommen hinauf zur Kirche St. Othmar. Am Kirchenplatz vor dem Karnerturm steht eine Freilichtbühne wo diesen Sommer das Theaterstück Don Camillo und Peppone gezeigt wird. Hinter der Kirche geht es auf einer Stiege hinauf zum Kalenderberg. Bald erreichen wir einen Kreuzweg, der unterhalb vom Restaurant Kobenzl verläuft. Wir wandern hinauf zur Ruine Augengläser und dem Schwarzen Turm. Dann geht es durch den Wald zu einer Höhle unter dem Weg und weiter zum Amphitheater. Die künstlichen Ruinen auf dem Kalenderberg bei Mödling sind romantische Bauwerke, mit denen Fürst Johann von Liechtenstein im frühen 19. Jahrhundert die frisch gepflanzten Föhrenwälder schmücken ließ. Nun geht weiter auf dem äußeren Weg bis wir eine Wiese mit großem Spielplatz erreichen. Vorbei an der Waldmeierei kommen wir zur Burg Liechtenstein. Vor der Burg stehen einige Figuren und Tiere aus Stein sowie weitere Kunstwerke ausgestellt. Wir ziehen weiter, vorbei an zwei steinernen Bänken und auf dem Weg hinauf zu Turnerwiese und Kirchbergwiese. Es folgt die Ruine Pfefferbüchsel, eine ehemalige Pilgerkapelle die aufgrund der Form ihres Daches nach einer Gewürzdose benannt wurde. Am Wegesrand sind hier einige Aussichtsstellen mit Blick über die Hinterbrühl. Wir kommen wieder zum Schwarzen Turm von Mödling und steigen auf dem Pfad rechts neben den Augengläsern in die Mödlinger Klause ab. Gleich gegenüber der Straße geht es auf Stiegen hinauf zum Frauenstein (675 m), wo auch ein Aussichtskreuz steht. Unterhalb der Felsen wird fleißig geklettert, auf der Anhöhe liegt der Trockenrasen mit Mödlinger Federnelke (Naturdenkmal). Nun erfolgt der Abstieg zur Burg Mödling. In einer der ehemals größten Burgen von Österreich war 1219 der Minnesänger Walther von der Vogelweide zu Gast bei Herzog Heinrich von Mödling. Durch den Naturpark Föhrenberge am Anninger geht es nun zur Breiten Föhre. Wo bis 1997 die Breite Föhre stand, befindet sich heute ein schöner Rastplatz und eine Unterstandshütte. Durch den Wald geht es nun in Richtung Richardshof, mit einem Abstecher zum Maibründl. Wir folgen dann dem Pfad oberhalb vom Prießnitztal und wandern zwischen Pferdekoppel und Golfübungsplatz an den Waldrand. Hier blicken wir über die Weinberge auf Guntramsdorf und Gumpoldskirchen. Wir überqueren die Weinstraße und folgen dem Sträßchen zu einem Wasserbehälter am 1. Wiener Wasserleitungsweg. Vor uns liegt das Weingut Thallern inmitten von Weinbergen. Über die Südbahnbrücke kommen wir nach Guntramsdorf, wo unsere Tour endet. Über den Windradlteich blicken wir auf das Südufer, das neue Restaurant direkt am Teich.


Das Sommertheater an der Pfarrkirche St. Othmar.


Vom Kirchenplatz geht es auf den Kalenderberg.


Der Kreuzweg beim Mödlinger Kobenzl.


Die Ruine Augengläser und der Schwarze Turm sind nur zwei von mehreren künstlichen Ruinen auf dem Kalenderberg (und drumherum, siehe z.B. Naturpark Sparbach), die der Fürst von Liechtenstein anlegen ließ.


Amphitheater


Bei der Burg Liechtenstein.


Turnerwiese und das Pfefferbüchsel


Durch die Klause geht's zum Frauenstein und weiter zur Burg Mödling...


... von wo wir u.a. auch auf die Meiereiwiese blicken.


Durch den Naturpark Föhrenberge am Anninger geht es weiter zur (ehemaligen) Breiten Föhre.


Vom Maibründl zu den Weinbergen.


Das Weingut Thallern bei Guntramsdorf und das Südufer am Windradlteich.

Eselweg bei Bad Gleichenberg


Wir beginnen unseren Nachmittagsspaziergang bei der Pfarrkirche von Bad Gleichenberg. Die Kirche wurde 1841 unter dem Grafen Matthias Constantin von Wickenburg erbaut, 2 Jahre später folgte der Bau des Franziskanerklosters daneben. Wir gehen vorbei an der Tourismusschule zum Plankensteinweg, und folgen diesem zur Dorfkapelle. Ein Stück zurück und rechts zum Wald hinauf kommen wir auf den alten Eselweg. Wir folgen dem aussichtsreichen Pfad in den Wald und erreichen die Bernreithstraße, auf der wir vorbei am Gigerl-Bildstock zum Roßmann-Kreuz kommen. Über die Schulstraße wandern wir zurück ins Ortszentrum von Bad Gleichenberg.

210 Jahre Schlacht am Wagram


Zum 210. Jahrestag der Schlacht am Wagram, die vom 5. bis 6. Juli 1809 bei Deutsch Wagram im Marchfeld stattfand, wurden die Wagramer Historientage abgehalten. Verschiedene Gruppen reisten an um die Schlacht in historischen Gewändern bei lautem Kanonenknallen und viel Schall und Rauch und musikalischer Untermalung nachzustellen. Viele Besucher nahmen an dem Spektakel in der Sachsenklemme neben der Kirche von Deutsch Wagram teil. Ausstellungen zur Schlacht am Wagram werden im örtlichen Napoleonmuseum, dem Erzherzog Carl-Haus, gezeigt. Im Haus befand sich während der Schlacht am Wagram das Hauptquartier von Erzherzog Carl, dem Oberbefehlshaber der Österreicher. Am Marchfeldkanal war bei den Historientagen ein großes Zeltlager aufgebaut, in dem das Lagerleben von damals nachgestellt wurde. Am 6. Juli 1809 siegte Napoleon in der Schlacht am Wagram, in der Folge mußte sich Österreich im Fünften Koalitionskrieg geschlagen geben und im Frieden von Schönbrunn große Gebietsverluste hinnehmen.