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Hagener Hütte ins Gasteiner Nassfeld


Nachdem ich auf den alten Säumerpfaden von der Jamnigalm zur Hagener Hütte gekommen bin, geht die Tour in den Hohen Tauern weiter. Nach einer ausgedehnten Rast auf der Hagener Hütte (2448 m) wandere ich vorbei an einigen Schneefeldern und durch Geröllwüsten über die Scharte bis zum Eselkar. Hier weiden neben einer Unterstandshütte einige Esel und Pferde. Über mir braut sich ein kleines Gewitter zusammen und ich muss für 30 Minuten den Regenschutz anlegen. Weiter geht es auf dem Römerweg zum Talboden ins Naßfeld. Links braust der Höllkarbach ins Tal. Neben dem Wanderpfad wachsen viele Silberdisteln. Von den Bergen rund um das Schareck (3123m) am Mölltaler Gletscher stürtzen eindrucksvolle Wasserfälle ins Tal. Im Naßfeldtal haben zahlreiche Almen geöffnet. Meine Route führt vorbei an der Moarlm zur Naßfeldalm. Hier geht es über einen Naturschauweg weiter zum Parkplatz an der Kreuzkogelbahn in Sportgastein, von wo ich mit dem Bus zum Quartier fahre.


durch die Scharte ins Gasteiner Naßfeld


Eselkar


im Naßfeldtal bei Sportgastein

Von der Jamnigalm zur Hagener Hütte


Mit dem Bus fahre ich durch das Tauerntal zum Parkplatz bei der Jamnigalm. Von hier aus bietet sich mir ein herrlicher Ausblick auf das weite Tal vor dem Geißelkopf (2974 m - auch als Gesselspitze bekannt). Heute werde ich auf den alten Handelswegen der Römer von Kärnten über die Hagener Hütte nach Sportgastein ins Bundesland Salzburg wandern. Los geht's, vorbei an einem Waldstück zu den Laschghütten. Hier an der Laschgwand geht es zunächst in Serpentinen auf dem Laschgweg hinauf. Der breite Fahrweg ist Teil der alten Römerstraßen. Bald betrete ich die Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern. Am Wegrand steht das Tauernkreuz, das an eine Hüttenwirtin erinnert die im alpinen Gelände vom Blitz getroffen wurde. Ein Stück weiter komme ich am Tauernhaus an, das über den Saumhandel in den Hohen Tauern informiert.


Auf dem alten Römerweg zur Hagener Hütte.


Täler und Pässe in eisfreien Lagen, die zur Überquerung durch Menschen geeignet waren, wurden als Übergänge der Alpen benutzt und Tauern genannt. Daraus entstand der Name Hohe Tauern für die Gebirgskette in Kärnten und Salzburg. Die Tauernwege wurden im Mittelalter in Nord- und Südrichtung von sogenannten Säumern übergangen, Trägern und Pferden die verschiedene Handelswaren transportierten. 600 Jahre lang herrschte ein reger Saumhandel in den Hohen Tauern. Der Säumerpfad über die Mallnitzer Tauern wird seit mindestens 5000 Jahren begangen. Als Unterkunft und Schutzhütte für die Säumer diente auch das alte Tauernhaus. Mit der Inbetriebnahme des Tauerntunnels 1908 wurde der Saumhandel über die Mallnitzer Tauern beendet. Das Tauernhaus wurde vom Deutschen Alpenverein übernommen. Oberhalb des Tauernhauses wurde 1912 die Hagener Hütte errichtet. Nach dem zweiten Weltkrieg verheizten Englische Soldaten den Dachstuhl des Tauernhauses. 1991 wurde das Tauernhaus vom Österreichischen Alpenverein wieder errichtet.


Oberhalb des Tauernhauses erreiche ich die Hagener Hütte (2448 m). Hier kreuzt der Tauernhöhenweg und der Hagener Weg. Mir bietet sich ein herrlicher Ausblick auf den Vorderen Gesselkopf. Hinter der Hütte sehe ich die Salzburger Seite der Hohen Tauern, vor mir liegt das Gasteiner Nassfeldtal.