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Durch die Rieden bei Hagenbrunn


In Hagenbrunn wandern wir nach der Einkehr beim Heurigen Schmidt durch die Schloßgasse zum Aichleitenweg und über diesen hinauf zur Mühlberggasse. Wir drehen eine Runde durch die Weinberge und kommen bei der Hubertuskapelle auf die Hagenbrunner Kellergasse, über die wir in den Ort zurück kommen.

Die Weinrieden am Bisamberg haben verschiedene Namen:
Aichleiten in Hagenbrunn nördlich der Hubertuskapelle war ein Abhang, auf dem Eichen standen.
Auf der Gamshöhe waren kein Gämsen beheimatet. Der Gams war eine Art Donauschiff, und auf der Höhe des Bisambergs wurde früher Holz für den Bau dieser Schiffe geschlagen.
Der Flurname Grefften in Bisamberg südlich der Zöchgasse kommt von der Mehrzahl von "Graft" (Graben). Grefften sind 2 Reihen von Weinstöcken, bzw. der Platz dazwischen.
In den Brosch Äckern - der Begriff leitet sich von Braschen her: Kleine Kohlestücke von ehemaligen Kohlenmeilern.

Von Hagenbrunn auf den Bisamberg


In Stammersdorf wandern wir ein Stück auf dem Radweg entlang der Brünner Straße stadtauswärts. Auf dem Rendevousberg biegen wir links auf einen Feldweg ein, und wandern entlang von Weinbergen und Feldern hinauf zum Herrenholz. Wir umrunden das Wäldchen bis zur Abzweigung wo die 2 Infotafeln über den Bisamberg auf den großen Fasshälften stehen. Hier geht es rechts und über Felder in Richtung Hagenbrunn. Im Ort angekommen geht es vorbei an einigen Heurigen hinauf zur Aichleiten. Weiter über die gepflasterte Mühlberggasse kommen wir auf den Bisamberg. Oben folgen wir der roten Markierung und gehen beim Kallusweg rechts. Rechts vorbei am Magdalenenhof gelangen wir über den Klausgraben nach Strebersdorf.

Rund um den Bisamberg


Die Wanderung am Bisamberg startet bei der Straßenbahnendstation in Stammersdorf. Vorbei an der Pfarrkirche St. Nikolaus geht's durch die Stammersdorfer Kellergasse zum Steinernen Kreuz. Über die Senderstraße erreiche ich den Magdalenenhof. Auf dem Jagdschloss am Magdalenenhof wohnte im 19. JH Karl Freiherr von Vogelsang, ein Mitbegründer der christlichen Volksparteien und der Sozialgesetzgebung. Weiter geht's zum höchsten Aussichtspunkt am Falkenberg. Hier, auf der Eichendorffhöhe steht ein Denkmal an den Dichter Josef von Eichendorff mit der Inschrift Die Donau blitzt aus tiefem Grund, der Stephansturm auch ganz von fern, guckt übern Berg und säh mich gern.... Durch den Wald geht's vorbei am Zigeunerbründl Richtung Hagenbrunn. Ich folge dem Weg zur Hubertuskapelle und komme über die Wolfsbergen Siedlung zum Herrenholz. Im Herrenholz stand im 2. Weltkrieg das Wiener Flugmotoren Reparaturwerk. In dem Rüstungsbetrieb wurden für die Produktionsarbeiten vorwiegend Zwangsarbeiter und Gefangene eingesetzt. Das Werk gehörte den Heinkel Flugzeugwerken. 1944 wurden mehrere Luftschutzbunker am Bisamberg errichtet, mit Flugabwehrgeschützen. Gegen Ende des Krieges wurde mit dem Bau einer unterirdischen Produktionsstätte begonnen. Hierzu gruben Zwangsarbeiter am Bisamberg mehrere Stollen tief in den Berg hinein. Vorbei am Rendevousberg komme ich über die Schießstätte nach Stammersdorf zurück.